Pressemitteilung vom 17.7.2010
Gemeinsam für ein menschliches Miteinander in der Gesellschaft
Präsidentinnen Knobloch und Deneke-Stoll bestätigen die guten Beziehungen zwischen Israelitischer Kultusgemeinde und bayerischer Landeskirche
Einig in ihrem „Eintreten für ein menschliches Miteinander in unserer Gesellschaft“ sind sich die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB). Das haben die Präsidentin der Landessynode der ELKB, Dorothea Deneke-Stoll, und die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde, Charlotte Knobloch, gestern anlässlich eines Besuchs des Landessynodalausschusses der ELKB im Jüdischen Zentrum in München unterstrichen.
Sie beobachte mit großer Sorge, so Knobloch, die auch Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland ist, dass in jüngster Zeit und besonders im Internet die Zahl der judenfeindlichen Äußerungen dramatisch zunehme. Besonders für die jüdischen Kinder an den Schulen sei dies bedrückend.
Deneke-Stoll verwies auf die guten Beziehungen und die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Kultusgemeinde und Landeskirche, beispielsweise im Bayerischen Bündnis für Toleranz. Sie freue sich sehr, dass die Israelitische Kultusgemeinde seit nunmehr fast vier Jahren wieder in der Mitte der bayerischen Landeshauptstadt präsent sei und ein Zuhause habe. „Das Jüdische Zentrum prägt das München des 21. Jahrhunderts nicht nur architektonisch, sondern es sind besonders die religiösen und kulturellen Impulse, die von hier ausgehen und das Leben der Menschen in der Stadt und darüber hinaus bereichern“, so Deneke-Stoll.
Michael Mädler, Stellv. Pressesprecher
München, 17 Juli 2010

