Pressemitteilung vom 16. Mai 2010

"Starkes und vertrauensvolles ökumenisches Engagement": Bischöfe danken rückblickend auf "2. Ökumenischen Kirchentag"

Erzbischof Marx und Landesbischof Friedrich danken Beteiligten - Abschlussempfang der Gastgeber des 2. Ökumenischen Kirchentags

„Wir sind sehr froh über das starke und vertrauensvolle ökumenische Engagement der haupt- und ehrenamtlich tätigen Menschen in den verschiedenen Kirchen“, sagten der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx, und Landesbischof Johannes Friedrich beim Abschlussempfang, zu dem sie als Gastgeber des 2. Ökumenischen Kirchentags (ÖKT) in die Alte Kongresshalle München eingeladen hatten. Als Vertreter der gastgebenden Kirchen, des Erzbistums München und Freising und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, richteten sie Dankesworte an alle, die zum Gelingen des ÖKT beigetragen hatten. „Wir sind beeindruckt von der Bereitschaft der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihre Zeit, ihr Können und ihre Kraft eingesetzt haben, damit diese Tage Wirklichkeit werden konnten.“ Ihnen gelte zuerst der Dank „für diese großartige Leistung“.

Erzbischof Marx und Landesbischof Friedrich dankten auch dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und dem Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT), von denen die Initiative für den ÖKT ausgegangen sei. Hans Joachim Meyer und Alois Glück als der ehemalige und aktuelle Präsident des ZdK und katholische Präsident des ÖKT hätten diese Tage mitbedacht und geprägt. Eckhard Nagel, dem evangelischen Präsidenten des ÖKT, dankten Marx und Friedrich „für seine vertrauensvolle und Vertrauen stiftende Zusammenarbeit und seinen Einsatz für das gemeinsame Projekt“. Ihre Anerkennung sprachen sie auch den beiden Generalsekretären, Ellen Ueberschär und Stefan Vesper, ebenso wie allen Mitarbeitern des DEKT und des ZdK aus, „dass sie die Ideen und Überlegungen zu Programm und Gestaltung vorangetrieben und mit Beharrlichkeit Wirklichkeit haben werden lassen.“

Dem Rechtsträgerverein des 2. Ökumenischen Kirchentags und ihren Vorsitzenden Hans Werner Böhm und Ivo von Trotha dankten die Bischöfe für die finanzielle und personelle Ausstattung des ÖKT. Friedrich und Marx würdigten auch das Engagement der Geschäftsstelle des 2. Ökumenischen Kirchentags in der konkreten Umsetzung aller Planungen, für die sie „gerade in letzter Zeit Tag und Nacht gearbeitet hat“. Ein Dank für die sachverständige inhaltliche Ausgestaltung des Ökumenischen Kirchentages ging an das Präsidium und die zahlreichen Projektkommissionen. „Darin eingeschlossen sind alle, die als Referentinnen und Referenten gekommen sind, um mit uns allen nachzudenken, wie christliche Hoffnung in der Übernahme von Verantwortung konkret werden kann“, so die Bischöfe.

Beim bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer und dem Münchner Oberbürgermeister Christian Ude bedankten sich Erzbischof Marx und Landesbischof Friedrich stellvertretend für den großen Einsatz der Mitarbeiter von Staat, Stadt, Behörden und kommunalen Einrichtungen, die „weit über die Pflicht hinaus sich haben anstecken lassen von diesem großen ökumenischen Ereignis und durch ihre Arbeit beigetragen haben, dass Austausch und Begegnung möglich wurden.“ Polizei und Rettungskräfte hätten sich genauso engagiert wie die Mitarbeiter städtischer Betriebe, des MVV, sowie vieler Firmen und Institutionen wie der Messe München, der Olympiapark GmbH, des Circus Krone, sowie der Schulen.

Als besonders ermutigend bezeichneten es die beiden Bischöfe, „dass dieser 2. Ökumenische Kirchentag bereits ein Jahr zuvor in Gebet und Diskussion, in Planungen und konkreten Taten in unseren Gemeinden Wirkung entfaltet hat.“ Allen, die hier engagiert waren, gelte deshalb, „wie in Bayern üblich, ein herzliches Vergelt’s Gott“, wie auch all denen, die durch ihr Gebet die Vorbereitung und diese Tage begleitet haben.

Durch dieses Engagement seien die Besucher des Kirchentags nun auf dem Weg nach Hause „gestärkt im Glauben, mit neuen Freunden, angeregt zu konkretem Tun, bereit, Verantwortung zu übernehmen in Kirche und Gesellschaft – das haben wir gespürt“, so Friedrich und Marx. „Blicken wir zurück, dann stehen uns einige Bilder lebhaft vor Augen, wie der Abend der Begegnung, die gemeinsame Feier zu Christi Himmelfahrt, die beeindruckende und wegweisende Orthodoxe Vesper mit Artoklasie, der Konfirmlingstag, der tausende von jungen Menschen ins Olympiazentrum gezogen hat und insgesamt das junge und das frohe Bild des Kirchentages in Zentren, auf der Messe, in den Straßen“, so die beiden Bischöfe. Jetzt sei aber nicht der Augenblick, um eine Bewertung dieser vier Tage vorzunehmen. Zu vielfältig seien noch die Eindrücke und zu zahlreich die Veranstaltungen, die gemeinsam an diesen Tagen vorbereitet und durchgeführt worden seien.

„Wir haben fünf Tage lang gemeinsam gefeiert, gesungen, gebetet und gefroren“, schmunzelten Armin Wouters und Andrea Wagner-Pinggéra, die Beauftragten des Erzbistum München und Freising und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern für den ÖKT. Auch die Gastgeber seien voller positiver Eindrücke und hofften, „dass die Besucher den ÖKT als ebenso ereignisreiches und hoffnungsvolles Erlebnis empfunden haben wie wir.“

Der katholische und der evangelische Präsident des ÖKT, Alois Glück und Eckhard Nagel, schlossen sich dem Dank der Gastgeber an. „Es ist eine Ermutigung in diesen schwierigen Monaten, dass der Ökumenische Kirchentag in der Öffentlichkeit so viel Aufmerksamkeit erfahren hat“, betonte Glück. Dies sei durch die Unterstützung der Medien ermöglicht worden, aber auch dadurch, dass viele auch kirchenferne Menschen gezeigt hätten, dass es ihnen wichtig sei, dass die Kirchen in Gesellschaft und Staat eine wichtige Rolle spielten. Nun sei es wichtig, die Projekte und Kontakte, die in der Vorbereitung auf den ÖKT entstanden seien, weiterzuführen. Eckhard Nagel richtete die Bitte an die Kirchenleitungen und speziell an Erzbischof Marx und Landesbischof Friedrich: „Es wäre schön, wenn ihr den Wunsch der Menschen nach mehr Gemeinsamkeit in euren Gremien so vertreten würdet, dass er eine Realität wird und keine vertröstete Hoffnung bleibt.“

Erzbischöfliches Ordinariat München
16. Mai 2010


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