Pressemitteilung vom 12.9.2011
Landesbischof legt Grundstein für neues Landeskirchliches Archiv in Nürnberg
Landesbischof Johannes Friedrich wird am Freitag, 16. September, um 12 Uhr in Anwesenheit von Staatsminister Markus Söder, dem Nürnberger Oberbürgermeister Ulrich Maly, Synodalpräsidentin Dorothea Deneke-Stoll und weiteren Gästen den Grundstein legen für das neue Landeskirchliche Archiv.
Auf dem Grundstück Veilhofstraße 8, in unmittelbarer Nachbarschaft des Predigerseminars, soll bis Mitte 2013 der Archivneubau fertig gestellt sein. Das Gebäude wird nicht nur Raum bieten für die bereits vorhandenen 13 laufenden Kilometer Archivgut und 240.000 Bücher des zweitgrößten Kirchenarchivs in Deutschland, sondern auch für 13 weitere laufende Kilometer Material, die im Lauf der nächsten Jahrzehnte dazukommen werden. Darüber hinaus stehen Räume für die Archivnutzung, für Ausstellungen, Vorträge, Leseübungen und Einführungskurse in die Archivarbeit zur Verfügung. Die Leiterin des Archivs, Andrea Schwarz, will die Türen des Archivs weit öffnen und die Öffentlichkeit mit vielfältigen Angeboten in das "Schatzhaus der evangelischen Geschichte Bayerns" einladen. Schwarz: "Archive sind heutzutage keine Elfenbeintürme mehr, in die sich nur wenige Gelehrte hineintrauen. Vielmehr verstehen wir uns als moderne Dienstleister, einerseits für unsere kirchliche Klientel, z. B. die Pfarrämter, andererseits für alle Interessierten, unabhängig davon, ob sie Christen sind oder nicht. Wir wollen möglichst vielen Menschen vermitteln, wie spannend die Geschichte der Protestanten in Bayern ist."
Bereits im Jahr 2006 hatte die Landessynode 19 Mio Euro für den Archivneubau zurückgestellt. Der Freistaat Bayern fördert das Projekt mit 1,25 Mio Euro aus Mitteln des Kulturfonds Bayern.
Den Architektenwettbewerb gewann im Frühjahr 2010 das international tätige Hamburger Büro Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp).
Das bisherige Archivgebäude war 1955 bezogen worden und ist bereits seit 1970 überfüllt, sodass seitdem große Teile der Archivbestände in angemietete Hallen ausgelagert wurden. Sowohl Archivmitarbeiter wie auch Besucher arbeiten seit langem in drückender Enge.
München, 12. September 2011
Johannes Minkus, Pressesprecher

