Pressemitteilung vom 12.1.2012
Ökumenisches Gebet für die Einheit der Christen: Gottesdienst mit Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm im Münchner Liebfrauendom
München, 12. Januar 2011. Christen verschiedener Konfessionen begehen mit zahlreichen Gottesdiensten und Aktionen in der Zeit vom 18. bis zum 25. Januar die internationale Gebetswoche für die Einheit der Christen. In München wird der zentrale ökumenische Gottesdienst, der zu den größten Veranstaltungen anlässlich der Gebetswoche in Deutschland zählt, am Mittwoch, 18. Januar, um 19 Uhr im Münchner Liebfrauendom gefeiert. Gestaltet wird er vom Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, dem neuen Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Heinrich Bedford-Strohm, der auch predigen wird, dem Pfarrer der Serbisch-Orthodoxen Gemeinde in München und Bischofsvikar von Bayern, Erzpriester Branislav Cortanovacki, sowie weiteren Vertretern der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (AcK). Unter der Leitung von Domkapellmeisterin Lucia Hilz singt die Capella Cathedralis, Domvikar Hans Leitner spielt die Orgel.
Das Thema der diesjährigen Gebetswoche ist dem Korintherbrief entnommen und lautet "Wir werden alle verwandelt durch den Glauben an Jesus Christus". Die Gebetswoche möchte Christen bei aller Unterschiedlichkeit Raum für vielfältige "Verwandlungserlebnisse" bieten, um so "die ökumenische Gemeinschaft im Glauben an den einen Herren erfahrbar zu machen", wie es im Vorwort zum Materialheft heißt. Die Vorlage für den Gottesdienst und die Abende der Gebetswoche wurde in diesem Jahr von einer ökumenischen Arbeitsgruppe aus Polen erarbeitet.
In München erhalten zum Ende des Gottesdienstes alle Teilnehmer eine gesegnete "Kollyva", ein Weizenbällchen, hergestellt von Mitgliedern der serbisch-orthodoxen Gemeinde. Kollyva ist eine symbolische Speise aus gekochten Weizenkörnern, die in Serbien und anderen orthodoxen Ländern als Hoffnungszeichen für die verwandelnde Kraft der Auferstehung steht. Sie knüpft an das biblische Gleichnis vom Sterben und Fruchtbringen des Weizenkorns aus dem Johannes-Evangelium an und wird in der orthodoxen Tradition an Gedenktagen für die Verstorbenen von den Gläubigen in die Kirche gebracht, dort gesegnet und anschließend gemeinsam verzehrt. Mit 25.000 Mitgliedern zählt die serbisch-orthodoxe Gemeinde Münchens zu einer der größten in Westeuropa. (ck)

