Pressemitteilung vom 10.06.2011
Bestes Mittel gegen politischen Extremismus: Bildung
Landesbischof Friedrich erinnert bei Bayerischem Kirchentag auf dem Hesselberg an die Gründung der Heimvolkshochschule vor 60 Jahren
Eine umfassende Bildung des Geistes und des Herzens seien „die besten Mittel gegen politischen Extremismus“, so Landesbischof Johannes Friedrich am Pfingstmontag beim Bayerischen Kirchentag auf dem Hesselberg. In einer Dialogpredigt mit dem Leiter des dortigen Evangelischen Bildungszentrums, Pfarrer Bernd Reuther, erinnerte der Landesbischof an die Gründung der Heimvolkshochschule auf dem Hesselberg vor 60 Jahren.
Unter dem Motto „Kein Bauer wählt mehr braun“ seien nach Kriegsende die evangelischen Heimvolkshochschulen angetreten, um dem nationalsozialistischen Ungeist Bildung entgegenzusetzen. Er sei sehr dankbar, so Friedrich, dass sich die bayerische Landeskirche einig sei in ihrem „Nein“ zu allen braunen und antisemitischen Umtrieben und vor allem die Landvolkshochschulen sich engagierten mit dem „Bayerischen Bündnis für Toleranz“.
Lebenslange Bildung sei eine wichtige Voraussetzung, um mit Veränderungen konstruktiv umgehen zu können, betonte Friedrich. Beispielsweise hätte erst die Kenntnis moderner Kommunikationsmittel wie des Internets die Menschen im Nahen und Mittleren Osten in die Lage versetzt, kurzfristig zu Demonstrationen aufzurufen um für eine Demokratisierung ihres Landes einzutreten.
Hinweis: Der Gottesdienst wird live vom Bayerischen Fernsehen übertragen.
München, 10. Juni 2011
Johannes Minkus, Pressesprecher

