Pressemitteilung vom 10.07.2009
Sozial und innovativ
Als sozial und innovativ hat die Ständige Vertreterin des Landesbischofs der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, die Arbeit des Evangelischen Siedlungswerkes in Bayern (ESW) anlässlich dessen 60. Jahrestages seines Bestehens bezeichnet. Seit seiner Gründung im Jahr 1949 habe das ESW Wohnungsnot überwunden, Kindern, Jugendlichen, Frauen und Männern ein neues Zuhause gegeben, erklärte Breit-Keßler bei der Jubiläumsfeier in Feier in Nürnberg. Inzwischen verwalte das ESW 13 000 Einheiten in ganz Bayern.
Das Engagement des ESW sei nicht zuletzt deswegen von großer Bedeutung, weil in unserer Gesellschaft immer mehr Menschen keine bezahlbare Wohnung fänden, insbesondere in den Ballungsgebieten. 0Familien mit Kindern, alte Menschen und Alleinstehende, die nicht zu den Spitzenverdienern gehören, wissen allmählich nicht mehr wohin0, kritisierte die Ständige Vertreterin des Landesbischofs. Und sie warnte: Es ist mit Sicherheit so, dass unsere Gesellschaft nicht gut dasteht und auch nicht stabil bleibt, wenn sie Menschen keinen Wohn- und damit Lebensraum gönnt.
Oberkirchenrat Claus Meier, Finanzchef der bayerischen Landeskirche, hob in seinem Grußwort hervor, dass das Siedlungswerk sich von Anfang an in Wahrnehmung seines kirchlich-diakonischen Auftrags immer wieder den geänderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst habe. Hätte in den 50er Jahren im Vordergrund gestanden, Kriegsflüchtlingen zu preiswertem Wohnraum zu verhelfen, so galt es später, vor allem älteren Menschen, Alleinerziehenden, Alleinstehenden und Behinderten zu Wohnraum zu verhelfen.
Unsere Gesellschaft brauche Unternehmen wie das ESW, die gesellschaftlich-soziale Verantwortung mit übernehmen, ohne zum Reparaturbetrieb der Gesellschaft zu werden, betonte Meier. Die Politik sei dringend gefordert, für soziales Engagement in diesem Bereich entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen.
Michael Mädler, Stellv. Pressesprecher
München, 10. Juli 2009

