Pressemitteilung vom 1. April 2010

"Christen müssen Vertreter des Lebens sein": Osterpredigt von Landesbischof Johannes Friedrich in der neu restaurierten Münchner Matthäuskirche

Die Botschaft von der Auferstehung Jesu von den Toten müsse das Leben von Christen erkennbar verändern, so Landesbischof Johannes Friedrich heute in seiner Osterpredigt in der nach mehrjähriger Restaurierung wieder eingeweihten Münchner St. Matthäuskirche.

Der Glaube an die Auferstehung von den Toten habe "sein Ziel darin, dass Gott den Tod besiegt hat und das Leben will, das Leben hier auf dieser Erde ebenso wie das Leben nach unserem Tod". Als "Vertreter des Lebens" sollten sich Christen "für menschenwürdiges Leben bis zum letzten Atemhauch ebenso wie für den Schutz des werdenden Lebens in all seinen Stadien" einsetzen.

Als "besonders abscheulich" bezeichnete Friedrich den Missbrauch von Kindern durch Menschen, "die sich dem Dienst Gottes verschrieben haben, egal in welcher Kirche und Konfession".  Missbrauch an Kindern geschehe leider an vielen Stellen der Gesellschaft, doch in der Kirche wiege Missbrauch schlimmer, weil "die Menschen mit Recht von uns in der Kirche erwarten, dass wir die Kinder als Gottes geliebte Geschöpfe und seine Ebenbilder achten und ihr Leben schützen", betonte der Landesbischof. Wer an die Auferstehung glaube, so der Landesbischof weiter, der müsse auch das Leben vor dem Tode achten und müsse darum alles tun, dass Kinderleben geschützt werden. Darum stehe in der bayerischen Landeskirche die Aufklärung der Missbräuche an erster Stelle, erklärte Friedrich.

Die Münchner Matthäuskirche ist am Ostersonntag nach insgesamt 13jähriger Restaurierung mit Gesamtkosten von rund 7 Mio Euro feierlich durch Landesbischof Johannes Friedrich und Stadtdekanin Barbara Kittelberger wiedereingeweiht worden.

München, 1. April 2010
Johannes Minkus, Pressesprecher


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