Pressemitteilung vom 8.10.2010
Landesbischof ruft auf zu Mut und Überzeugung im Wettbewerb der Religionen
„Freudig, mutig und begeisternd“ sollten Christen für ihren Glauben einstehen. Das sagte Landesbischof Johannes Friedrich heute in Eckersmühlen bei Roth (Dekanat Schwabach) anlässlich des 300-jährigen Kirchenjubiläums. Das gelte insbesondere angesichts einer Situation des Wettbewerbs von Religionen und Glaubensüberzeugungen. Es sei eine Tatsache, dass mittlerweise vier Millionen Muslime in Deutschland leben, so Friedrich, doch Christen sollten darauf nicht mit Angst und Rückzug reagieren.
Friedrich: „Wenn wir nicht mehr für unseren Glauben gerade stehen können und wollen, dann, aber auch nur dann ist unser Abendland in Gefahr. Denn dann entsteht ein Raum der Leere, ein Wertevakuum, das sich zweifellos irgendwie füllen wird, sei es durch andere Religionen, durch andere Weltanschauungen oder durch radikale und totalitäre Kräfte.“
Im Blick auf die Rede von Bundespräsident Christian Wulff sagte Friedrich, er habe es als „sehr wohltuend“ empfunden, dass der Bundespräsident „ohne jeden Zweifel die christlich-jüdische Tradition als die Grundlage unseres Wertesystems betont hat.“ Die Rede des Bundespräsidenten sei ein Bekenntnis zu den Menschen muslimischen Glaubens gewesen, „die hier leben und leben wollen“, Wulff habe aber auch deutlich gemacht, dass Deutschlands religiöse und kulturelle Wurzeln im Christentum und im Judentum liegen.
München, 8. Oktober 2010
Johannes Minkus, Pressesprecher

