Pressemitteilung vom 01.01.2012
Landesbischof ruft auf zum „ökologischen Wirtschaftswunder“
Strohm: Es ist kleingläubig, hohe Umweltstandards immer nur als Wettbewerbsnachteil zu sehen!
Zu einem „ökologischen Wirtschaftswunder“ hat der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm in seiner Neujahrspredigt heute in München aufgerufen. Im Blick auf ökologische Fragen habe es in den zurückliegenden Jahren in Deutschland eine „Revolution im Bewusstsein“ gegeben. Mülltrennung sei inzwischen weitverbreiteter Standart. Viele Flüsse seien wieder so sauber, dass man darin baden könne. Autos seien entwickelt worden, die sehr viel weniger Kraftstoff verbrauchten und deren Abgase stärker wesentlich besser gefiltert würden. Das in den vergangenen Jahren in Deutschland entstandene ökologische Know-how bezeichnete der Landesbischof als eine „Riesenressource“ für ein neues „ökologisches Wirtschaftswunder“. Deutschland könne anderen Ländern zeigen, „dass es geht, als Land gut zu leben, ohne die Umwelt zu zerstören“, betonte Bedford-Strohm. „Wir haben die besten Ingenieure der Welt. Wir haben kreative Unternehmerinnen und Unternehmer. Wir haben Beschäftigte, die zuverlässig und kompetent arbeiten. Und wir sind mit einem Wohlstand gesegnet, der beherzte Zukunftsinvestitionen ermöglicht.“ Der Landesbischof bezeichnete es darum als „kleingläubig“, hohe Umweltstandards immer nur als Wettbewerbsnachteile zu sehen.
Ausgehend vom biblischen Leitwort für das Jahr 2012 „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“, erinnerte der Landesbischof an die häufig belächelten Anfänge der ökologischen Bewegung vor 30 Jahren und deren heute erreichte breite gesellschaftliche Akzeptanz. Jeder kenne in seinem persönlichen Leben die Erfahrung der Schwachheit, etwa als Ohnmacht angesichts von Krankheit und Tod. Die Losung spende in solchen Situationen Trost, weil sie die Gewissheit gebe, dass Gottes Kraft stärker sei als solche Erfahrungen der Ohnmacht, sagte der Landesbischof.
München, 30. Dezember 2011
Johannes Minkus, Pressesprecher

