Pressemitteilung vom 24.01.2012
Kirche soll Erinnerung an Schrecken des Nationalsozialismus wach halten: Synodalpräsidentin Deneke-Stoll zum Jahrestag der Auschwitz-Befreiung am 27. Januar
Anlässlich der Befreiung der Überlebenden im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau am 27. Januar vor 67 Jahren hat die Präsidentin der bayerischen Landessynode, Dorothea Deneke-Stoll, ihre Kirche dazu aufgerufen, die Erinnerung an Auschwitz wach zu halten.
"Wer die Bilder der ausgemergelten Gestalten und der Leichenberge gesehen hat, dem gehen sie nicht mehr aus dem Kopf. Der Holocaust kostete Millionen von Menschen das Leben, zerstörte ungezählte Lebensentwürfe, und hat Familien auseinandergerissen", so Deneke-Stoll. Darum dürfe die Trauer über das Leid und das Gedenken an die Opfer nie aufhören, gerade in Deutschland. Die Erinnerung an die schrecklichen Geschehnisse aus der Zeit des Nationalsozialismus sei notwendig, um der Gefahr der Wiederholung entgegenzuwirken und junge Menschen immun zu machen gegen rechtsradikales Gedankengut. Nazi-Aufmärsche und Morde an Menschen mit Migrationshintergrund zeigten deutlich, dass dringender Handlungsbedarf bestehe.
In diesem Zusammenhang erinnerte Deneke-Stoll an einige Initiativen, die die Erinnerung an die Schrecken des Nationalsozialismus aufrechterhalten: Mit dem Freiherr-von-Pechmann Preis zeichne die Landeskirche alle zwei Jahre vorbildliche Projekte der Erinnerungsarbeit aus, Konfirmandengruppen besuchten die Gedenkstätten in Dachau und Flossenbürg, und die bayerische Landeskirche unterstütze maßgeblich das Bayerischen Bündnis für Toleranz.
Deneke-Stoll begrüßte es ausdrücklich, dass in ihrer Heimatgemeinde St. Markus in Ingolstadt am Sonntag, 29. Januar, ein Gedenk- und Mahngottesdienst stattfinden wird, an dem sie selbst mitwirken werde.
München, 24. Januar 2012
Johannes Minkus, Pressesprecher

