Pressemitteilung vom 25.04.2008

„Bildung, um nicht jedem Scharlatan auf den Leim zu gehen!“
Landesbischof Friedrich bei Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft für Evangelische Erwachsenenbildung

Auf die große Bedeutung der Bildung für den christlichen Glauben hat Landesbischof Johannes Friedrich bei der Mitgliederversammlung des Arbeitsgemeinschaft für Evangelische Erwachsenenbildung in Bayern (AEEB) am Samstag in Würzburg hingewiesen: „Der Glaube braucht Bildung, denn er braucht Kriterien, um die Spreu vom Weizen zu scheiden und nicht jedem Scharlatan oder Sektenfündlein auf den Leim zu gehen“.

Friedrich plädierte für den Beibehalt der flächendeckenden Struktur der Evangelischen Erwachsenenbildung – beinahe alle bayerischen Dekanate hätten eigene Bildungswerke.  Darum müsse auch nicht jede einzelne Kirchengemeinde ein breites Repertoire an Bildungsveranstaltungen anbieten, besonders dann nicht, wenn die Erwachsenenbildung zu Lasten der Arbeitszeit der Pfarrer gehen sollte. Friedrich: „Unsere Pfarrerinnen und Pfarrer sollten sich, wo immer es möglich ist, auf ihre Kernaufgaben konzentrieren.“

Hoffnungen auf einen verstärkten finanziellen Beitrag der Landeskirche zur Erwachsenenbildung dämpfte der Bischof. Für Finanzfragen sei zwar die Landessynode zuständig,  doch man „braucht kein Prophet zu sein“, um zu ahnen, dass angesichts des demografischen Rückgangs der Zahl der Evangelischen eine Ausweitung der Stellen im Bereich der Erwachsenenbildung unwahrscheinlich sei.

Die Synodalpräsidentin Dorothea Deneke-Stoll verwies in ihrem Grußwort auf das vielfältige Engagement der Ehrenamtlichen im Bereich der Erwachsenenbildung: „Als  ehrenamtliche Synodalpräsidentin liegt es mir besonders am Herzen, das Ehrenamt in unserer Kirche zu fördern. Deswegen freue ich mich, dass sich gerade im Bildungsbereich Ehrenamtliche in ganz unterschiedlicher Weise einbringen, vom Vorstandsmitglied eines Bildungswerkes bis zur ehrenamtlichen  Helferin einer Freizeitmaßnahme für Menschen mit Behinderung“. 

München, 25. April 2008
Johannes Minkus, Pressesprecher


Ende des Inhalts. Um zur Navigation zu springen drücken Sie