Pressemitteilung vom 20.03.2008
Oberkirchenrat Dr. Claus Meier über Anlagestrategien der bayerischen Landeskirche im Mittagsmagazin von ARD und ZDF, sowie in „Börse im Ersten“
Gute Rendite, geringes Risiko, nachhaltiges Wirtschaften
Die bayerische Landeskirche legt ihr Geld nur bei Firmen an, die nicht nur eine gute Rendite bei geringem Risiko erwirtschaften, sondern auch umweltbewusster als andere Firmen nachhaltig wirtschaften. Das erklärte heute der Finanzchef der bayerischen Landeskirche, Dr. Claus Meier im gemeinsamen Mittagsmagazin von ARD und ZDF.
Mit großer Sorgfalt suche man weltweit nach Firmen, die den kirchlichen Auswahlkriterien entsprechen, so Meier im Interview, das auch in der Sendung „Börse im Ersten“ ausgestrahlt wird. Das sind Unternehmen, die sich beispielsweise mit der Bereitstellung und Aufarbeitung von Wasser beschäftigen, mit regenerativen Energien oder im Bereich „Healthy Living“ – z.B. im Bildungs- und Nahrungsmittelbereich – umwelt- und klimaorientiert aktiv sind. Keine Kirchengelder werden investiert in Firmen, die im Bereich embryonaler Stammzellenforschung, Waffenherstellung, Pornografie oder Tabakwaren tätig sind.
Zukünftig will Meier verstärkt die Entwicklung der getätigten Geldanlagen beobachten lassen, um Fehlentwicklungen aus kirchlicher Sicht mit den Unternehmensleitungen zu diskutieren.
Meier betonte auch, dass sich die Kirche nicht mit Renditen unterhalb des Geldmarktsniveaus zufrieden geben könne, denn das sei „Kapitalvernichtung, die wir ebenso wenig hinnehmen dürfen wie die Vernichtung natürlicher Ressourcen“
Die bayerische Landeskirche hat bereits mehr als die Hälfte ihres Anlagevermögens nachhaltig investiert.
München, 20. März 2008
Johannes Minkus, Pressesprecher

