Pressemitteilung vom 14.07.2008

Gesellschaft braucht Reflexion ihrer religiösen Herkunft
Landesbischof Dr. Johannes Friedrich zum 40jährigen Bestehen der Evangelisch-Theologischen Fakultät München 

„Unsere Gesellschaft braucht heute dringender denn je eine Reflexion ihrer eigenen religiösen Herkunft und Wertüberzeugungen“ so Landesbischof Dr. Johannes Friedrich heute in München anlässlich des 40jährigen Bestehens der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ludwig Maximilians Universität. Theologische Fakultäten seien der geeignete Ort für die „heranwachsende Elite aller Fächer“ um wahrzunehmen, welche Bedeutung die religiösen Wurzeln einer Gesellschaft auch „für vermeintlich säkulare Bereiche“ hätten.  In diesem Zusammenhang dankte Friedrich der bayerischen Staatsregierung, dass mit dem Erhalt der beiden staatlichen theologischen Fakultäten in München und Erlangen das Theologiestudium in Bayern an drei Orten möglich sei – in München und Erlangen, sowie in Neuendettelsau an der kirchlichen Augustana Hochschule.

Friedrich hob die ökumenische Weite der Münchner Fakultät hervor. Über das ökumenische Miteinander mit der katholischen Theologie hinaus biete sie auch einen orthodoxen Studiengang an. Er dankte insbesondere auch der Universität und ihrem Präsidenten, dass durch die Zusage der Besetzung von drei Professuren auch dieser Studiengang dauerhaft gesichert sei. Davon erhofft sich Friedrich in Zukunft wichtige Impulse für das ökumenische Gespräch.

Zum besonderen Profil der Fakultät gehöre auch die bundesweit einzigartige Forschungsstelle für kirchliche Zeitgeschichte, sowie das An-Institut für Technik, Theologie und Naturwissenschaft. Damit trage die Fakultät zur Profilbildung der Universität vielfältig bei.

München, 14. Juli 2008
Johannes Minkus, Pressesprecher


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