Pressemitteilung vom 11.07.2008

Landesbischof Dr. Johannes Friedrich zum 40jährigen Bestehen des Ökumenischen Lebenszentrums Ottmaring bei Augsburg 

Kraft zur ökumenischen Weiterarbeit hat Landesbischof Dr. Johannes Friedrich am Sonntag den Bewohnern des Ökumenischen Lebenszentrums Ottmaring gewünscht. Auch angesichts enttäuschend langsamer Fortschritte in der Ökumene hält Friedrich daran fest: „Wir versammeln uns heute nicht um die Asche der Hoffnungen der letzten 40 Jahre, sondern um die Glut des Feuers, das uns in unserer Sehnsucht nach der Einheit der Christenheit brennt!“

Er habe sich zur Gewohnheit gemacht, bei veröffentlichten Texten zur Ökumene „stets die Chancen“ zu suchen, „nicht die Provokation“. Schließlich sei Ökumene „nichts, was wir uns selbst ausdenken“, sondern „Christus nötigt uns zur Einheit“.

Die besondere Aufgabe der geistlichen Gemeinschaften im ökumenischen Prozess sieht Friedrich darin, die Ökumene mit Zuversicht zu begleiten, sie aber auch „zu erleiden“. An der Gemeindebasis gebe es häufig die Tendenz, konfessionelle Unterschiede „wegzuwischen“ oder aus Ungeduld nicht wahrzunehmen. Doch solche „Augenwischerei“ fördere die Einheit nicht. Friedrich: „Noch ist die Spaltung der Christenheit da. Sie ist ein tiefer Schmerz. Und es braucht darum Menschen, die diesen Schmerz erleiden. Da sehe ich die Rolle der Geistlichen Gemeinschaften“. Die geistlichen Gemeinschaften rief er auf, den „Schmerz der Trennung“ ihren Kirchenleitungen immer wieder mitzuteilen.

München, 11. Juli 2008
Johannes Minkus, Pressesprecher


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