Pressemitteilung vom 06.06.2008

Evangelische Kirche bittet Gemeinden um Fürbitte und um Sonderkollekte für die Christen im Irak 

Die Evangelische Kirche hat die Gemeinden um Fürbitte und um eine Sonderkollekte für die Christen im Irak gebeten. Die irakischen Christen würden „von islamischem Fanatismus und terroristischer Gewalt bedroht“ heißt es in einem Schreiben, mit dem sich der für Mission und Ökumene zuständige Oberkirchenrat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB), Michael Martin, an die Gemeinden der ELKB gewandt hat. Viele von ihnen seien bereits auf der Flucht, von daher sei es gut, dass in Deutschland die Bereitschaft wachse, Flüchtlingen aus dem Irak, die nichtmuslimischen Minderheiten angehörten, Schutz zu gewähren.

Noch wichtiger sei es, im Nordirak den vielen christlichen Gruppen und Sozialeinrichtungen beizustehen, die Unterstützung für die ortsansässigen Christen und die Inlandsflüchtlinge benötigten, so Martin. Bis gestern hat sich eine kleine Delegation der ELKB unter der Leitung von Martin während einer rund zweiwöchigen Reise ein Bild von der Lage der Menschen im Nordirak und im irakisch-türkischen Grenzgebiet gemacht. Die ELKB pflegt bereits seit Jahren Kontakte zu den Christen dort. Sie wollen im Land bleiben, brauchen dazu aber dringend unsere Hilfe.

Hinweisen möchten wir in diesem Zusammenhang noch einmal auf die für Montag, 9. Juni, um 11.30 Uhr geplante Pressekonferenz im Landeskirchenamt in München, bei der Oberkirchenrat Martin und Kirchenrat Thomas Prieto Peral über die ihre Eindrücke zur aktuellen Lage im Nordirak berichten.

Michael Mädler, Stellv. Pressesprecher
München, 6. Juni 2008


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