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Pilgerreisen gestern und heute
Die Ausstellung zeige, dass heutige Verkehrsinfrastruktur auf die Basis der Wallfahrerwege zurückgehe, erläuterte die Leiterin des Verkehrszentrums Hladky. Auch die heutigen Anstrengungen, die nötig seien, um jedes Jahr Millionen von Muslimen nach Mekka zu bringen, würden dargestellt. Außerdem sei zu sehen, dass die Grenzen zwischen dem spirituellen Reisen und dem Tourismus fließend seien. "Bei uns geht es immer darum, wie Menschen irgendwohin kommen", sagte der Generaldirektor des Deutschen Museums München, Wolfgang Heckl, "wir zeigen Logistik und Technik". Daher passe das Thema Pilgern in das Konzept des Deutschen Verkehrszentrums. Mit der neuen bis 17. Oktober dauernde Ausstellung zeige man auch die "geistige Dimension" des Reisens.
Das Pilgern interessiere auch Menschen, die heute nicht mehr zum Kern der Kirchengemeinden gehören, sagte der Geschäftsführer der Akademie der Bruderhilfeversicherung, Günter Lehner. Er hoffe, dass "Unterwegs zum Seelenheil?!" eine interreligiöse Diskussion anstoßen könne. Die Ausstellung ist am vergangenen Dienstagabend offiziell mit Grußworten der evangelischen Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und des Münchner Weihbischofs Engelbert Siebler eröffnet worden.
Susanne Breit-Keßler unterstrich, dass "Bodenhaftung" und "Bodenständigkeit" wichtig wäre für die Leichtfüßigkeit des Pilgerns, ebenso wichtig wie "zugleich Sensationen im Wortsinn, Empfindungen, Erlebnisse, die das gute Geleit Gottes durch unser Leben spürbar werden lassen. Ja, und zum Glauben gehört die Erfahrung, ,dann mal weg zu sein', exzentrisch, ekstatisch zu sein, außer sich, über sich selbst hinauszufahren hin zu Gott und hin zu den Menschen, denen man auf dem Weg begegnet", so die Regionalbischöfin. Den christlichen Glauben kennzeichne "Vorwärtsbewegung unterschiedlicher Geschwindigkeit", prägend für "die Suche nach Zeichen für Erfüllung, Gerechtigkeit und Frieden. In diesem Sinne tut der Geist des Pilgerns einer ganzen Gesellschaft gut, weil sich dieser Geist nicht mit dem Vorfindlichen abfindet. Wer von ihm gepackt wird, macht sich auf, um nach dem größeren Wohl für alle zu suchen", so Breit-Keßler. Das komplette Grußwort der Regionalbischöfin lesen Sie hier! Nähere Info zur Ausstellung gibt es hier!

