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Ökumenischer Dialog in Bayern intensiviert

Einen völlig neuen Weg ist man in Bayern bei der Erarbeitung der Stellungnahme der Evangelisch Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) gegangen. Zum ersten Mal wurde die Stellungnahme der bayerischen Landeskirche nicht ausschließlich von evangelischen Theologen verfasst, sondern im Dialog mit Ökumenefachleuten der bayerischen Bistümer. Der Ökumenefachausschuss der ELKB und die Ökumenekommission der Bayerischen Bistümer haben die Stellungnahme in einem gemeinsamen zweijährigen Diskussionsprozess erarbeitet.

Er freue sich sehr über diese erstmalige gemeinsame Arbeit an einem Dokument des Weltkirchenrates, so der für Ökumene zuständige Oberkirchenrat Michael Martin. Es habe sich gezeigt, dass wesentliche Aspekte des christlichen Glaubens von beiden Kirchen einmütig vorgetragen werden konnten. Noch bestehende Differenzen wurden deutlich benannt, aber in den Diskussionen der Arbeitsgruppe habe sich gezeigt, dass die Unterschiede auch „Schatzkisten für neue, gegenseitige Lernerfahrungen“ sein könnten.

Vertrauensvoll und theologisch fundiert

Der Ökumenereferent des Erzbistums München und Freising, Ordinariatsrat Armin Wouters betonte, dass dieser gemeinsame Kommentar zwar auf katholischer Seite kein lehramtliches Dokument darstelle, doch ein erfreulicher Ausdruck für die bestehende vertrauensvolle und theologisch fundierte ökumenische Arbeit in Bayern sei.

Die Stellungnahme wird am Montag, 15. März von einer kleinen Delegation an den Generalsekretär des Weltkirchenrats, Olav Fykse Tveit in Genf übergeben. An der Delegation nimmt von evangelischer Seite Oberkirchenrat Michael Martin und Kirchenrat Ivo Huber teil, die katholische Kirche wird von  Andreas Renz aus dem Ökumenereferat des Ordinariats München vertreten.

Lesen Sie hier den Kommentar der Arbeitsgruppe der Ökumenekommission der Bayerischen Bistümer und des Ökumenefachausschusses
der Evangelisch-Lutherischen Kirchen in Bayern (ELKB) unter dem Titel "Berufen, die eine Kirche zu sein"