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"Ökumene ist eine biblische und reformatorische Verpflichtung"

(c) www.bayern-evangelisch.de

„…dass seine Kirche einig und eine sei…“
 
„Ökumene ist nichts, was, was wir uns aussuchen oder ebenso gut sein lassen können. Ökumene ist eine biblische und reformatorische Verpflichtung“, so der Landesbischof in seinem Bericht vor der Synode. Zur gegenseitigen Achtung gehöre aber, dass man die Regel der anderen respektiere und den eigenen Regeln treu bleibe. Ein gemeinsames Abendmahl käme deshalb beim  Ökumenischen Kirchentag nicht in Frage. Dennoch übte der Landesbischof auch Kritik: „Was ist eine Ökumene des Lebens, die am Tisch des Herrn aufhört?“ Friedrich drängte darauf, zumindest für konfessionsverschiedene Lebensgemeinschaften eine seelsorgerliche Lösung zu finden.
 
Auch wenn die Ökumene im Zentrum des Berichts von Landesbischof Dr. Johannes Friedrich vor der Landessynode stand, so waren es die tagesaktuellen Themen, die besondere Beachtung fanden. Sichtlich am Herzen lagen dem Bischof die in jüngster Zeit aufgedeckten Missbrauchsfälle in der Kirche. „Unser Mitgefühl, unsere Empathie, unsere Solidarität gilt den Opfern.“ Der Landesbischof forderte die rückhaltlose Aufklärung, personelle Konsequenzen und ausreichende Prävention. Die bayerische Landeskirche, so Friedrich,  reagiere umgehend auf den Verdacht eines Missbrauchs, indem sie die einer Straftat verdächtigten Personen ganz oder teilweise vom Dienst suspendierten, sofort Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstatteten und in allen Fällen ein Disziplinarverfahren einleiteten.

Arbeit an Leitlinien für Missbrauchsopfer

Friedrich ermunterte Opfer, die einen Missbrauch  innerhalb der evangelischen Landeskirche erlitten haben, diesen auch nach Jahren noch dem Landeskirchenrat zu melden. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der bayerischen Landeskirche werde der Landeskirchenrat an Leitlinien für den verantwortlichen Umgang mit Kindern und Jugendlichen erarbeiten, die sexuelle Übergriffe erlitten hätten.
 
Weitere Themen des Bischofsberichts waren die die Hartz IV –Gesetzgebung, die Verurteilung und Entlassung des früheren Rummelsberger Rektors Dr. Karl-Heinz-Bierlein, die  Umbenennung der Meiserstraße in München sowie die Situation der Kirche in ländlichen Räumen.
 
Lesen Sie hier den Bericht des Landesbischofs vor der Synode