Pressemitteilung vom 03.02.2005
Landesbischof Friedrich zu Vorwürfen gegen Windsbacher Chorleiter Beringer.
Justiz-Ermittlungen als Chance zur Versachlichung nützen.
München, 3. Februar 2005 – Landesbischof Johannes Friedrich hat die künstlerischen Leistungen des Windsbacher Knabenchors unter seinem Leiter Karl-Friedrich Beringer als „herausragend in ihrer Bedeutung für das evangelische Bayern“ gewürdigt. In den jüngst aufgenommenen staatsanwaltlichen Ermittlungen rund um laut gewordene Vorwürfe gegen den Künstler sieht Friedrich die „dringend notwendige Chance, dass alle bisherigen Gerüchte sachlich und objektiv geprüft und damit abschließend bewertet werden.“
Von den jüngsten Ereignissen und Meldungen im Umfeld der Strafanzeige gegen Chorleiter Beringer ist nach Einschätzung des Landesbischofs mit dem Windsbacher Knabenchor ein höchst ehrwürdiges Element des bayerischen Protestantismus betroffen. In Übereinstimmung mit dem Nürnberger Oberkirchenrat Karl-Heinz Röhlin, der die international gefragten Sänger jeden Monat in seiner Predigtkirche St. Lorenz als besonders gern gehörte Gäste begrüßen kann, sowie mit Oberkirchenrat Helmut Völkel, in dessen Kirchenkreis Ansbach-Würzburg die Windsbacher
ihren Stammsitz haben, betonte Friedrich: „Die bayerische Landeskirche weiß sich glücklich, künstlerischen Höchstleistungen wie denen der Windsbacher Sänger eine Heimat zu bieten. Die inspirierende Verkündigung, die von ihnen ausgeht und die gerade auch Karl-Friedrich Beringer
so am Herzen liegt, ist von unschätzbarem Wert für unser kirchliches Leben.“
Friedrich: „Uns allen muss an einer Versachlichung gelegen sein“
Angesichts der neuerlichen Anschuldigungen gegen Beringer äußerte Johannes Friedrich seine Bestürzung über die zum Teil fragwürdige Form der Unterstellungen, denen sich der Musiker ausgesetzt sieht. Friedrich drückte in diesem Zusammenhang sein großes Bedauern darüber aus,
wie stark die engagierte künstlerische Arbeit des Chores durch die Spekulationen um angebliche Verfehlungen Beringers offenkundig beeinträchtigt werde. „Um so mehr“, so Friedrich weiter, „muss uns allen nun an einer Versachlichung des Verfahrens gelegen sein, wie die
Untersuchungen der Staatsanwaltschaft sie gewiss bringen werden.“ Der Landesbischof zeigte sich überzeugt, dass sich damit eine wichtige umfassende Prüfung aller Vorwürfe erreichen lasse.
Plädoyer des Landesbischofs für Objektivität und Fairness
Um Verständnis bat Friedrich dafür, dass er das laufende Verfahren weiter nicht mehr kommentieren werde. „Wer sich jetzt mit Mutmaßungen oder Einschätzungen zu Wort meldet, greift der objektiven Bewertung durch die Justiz vor. Das brächte nur die Gefahr neuerlicher Verletzungen mit sich und nützt letztlich niemandem“, sagte der Landesbischof und brachte seinen Wunsch zum Ausdruck, „dass jetzt alle Beteiligten im anhängigen Verfahren einander mit Fairness begegnen.“
Markus Hepp, Pressesprecher

