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Mit Gott auf dem Gipfel

„Kirche im Grünen“, die alljährlich wiederkehrende Veranstaltungsreihe der evangelischen Kirche in Bayern, blickt auf eine lange Tradition zurück: Seit 1980 besteht im Landeskirchenamt der Arbeitskreis für Freizeit, Erholung und Tourismus der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, seit dieser Zeit wird die Kur- und Urlauberseelsorge in der Landeskirche zentral konzeptionell verantwortet und koordiniert – zum Beispiel in Form entsprechender Events. Ihre Macher erweitern den klassisch-kirchlichen Rahmen, indem sie den Gottesdienst nach draußen verlagern: ins Allgäu, nach Oberbayern oder ins  Fichtelgebirge im Frankenwald, ins fränkische Seenland, in die Region Nürnberg oder in den bayerischen Wald.

Kirchgänger mit Lust auf Kraxeln können ihren Besuch dort mit einer Bergtour verbinden,  so etwa am Samstag, 18. Juli, in Oberbayern, wo die Gemeinde Mittenwald auf den Karwendel (2260 Meter) zum Gottesdienst bittet. Beginn ist um 14 Uhr, begleitet wird der Gottesdienst vom Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinden Mittenwald und Oberammergau. Aber auch wer kein erklärter Gipfelstürmer ist, kommt auf seine Kosten, so zum Beispiel am Sonntag, 31. Mai, in Muhr am See im fränkischen Seenland, auf dem
(im Vergleich zum Karwendel moderaten) Hügel am Zugang zur Vogelinsel am Altmühlsee. Auch bei diesem Gottesdienst erklingen Posaunenchöre. Beginn ist um 11 Uhr.

Für viele der Gottesdienste, die in der Regel familienfreundlich sind, gibt es im Fall von schlechtem Wetter überdachte Ausweichorte: Zelte, Säle und natürlich auch Kirchen. Manche Gottesdienste sind mit kulinarischen Köstlichkeiten gesegnet: sie bieten Mittagessen oder Frühschoppen im Anschluss oder richten Grillfeste aus.

Das Angebot begeistert die Teilnehmer. „Die Rückmeldungen zeigen: Die Veranstaltungen sprechen auch Menschen an, die sonst keine Gottesdienste besuchen“,  freut sich Thomas Roßmerkel, 50, Pfarrer aus München. Seit gut anderthalb Jahren ist Roßmerkel als Nachfolger von Pfarrer Mathis Steinbauer, 51, für die Berg-Andachten verantwortlich.  „Es sind Gottesdienste in einfacher, leicht mitfeierbarer Form an landschaftlich herrlichen Plätzen – da geht einem das Herz auf!“ So sei die Kontaktaufnahme zur Kirche besonders niederschwellig – „auch für Menschen mit geringer kirchlicher Bindung nachvollziehbar“.

Alle weiteren Informationen finden Interessierte vor Ort bei den Kirchengemeinden und Fremdenverkehrsstellen. Die einzelnen Termine für Bayern sind im Internet ab Ende April auf den entsprechenden Seiten abrufbar: www.kircheimgruenen.de und unter www.berggottesdienst.de.