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Lust aufs Land

(c) iStockPhoto / Robert Kohlhuber

„Das betrifft aber nicht nur die Stadtmenschen – auch vielen Landbewohnern sind die Chancen des ländlichen Raumes oft nicht richtig bewusst“, erläutert Jobst. So sei das soziale Netz in Dörfern und Kleinstädten wesentlich dichter geknüpft als in Ballungszentren, es herrsche weniger Verkehr, und die Kinder wüchsen „näher an der Natur“ auf. Zudem sei es „nur ein Gerücht“, dass auf dem Land „nichts los ist“, findet der Dorfpfarrer: „Es gibt einiges. Man muss nur wissen, wann und wo es stattfindet.“

Die Gemeindewoche will vor allem den Einheimischen bewusst machen, was die ländliche Region zu bieten hat. Dazu haben das Pfarrerehepaar Claudia und Ulrich Jobst sowie der Kirchenvorstand eine ganze Woche lang Vorträge, Gesprächskreise und Ausflüge organisiert. Dabei sollen die Teilnehmer spüren, was die Regionalisierung für Chancen bietet. „Das ist das Gegenkonzept zur ökonomisch und ökologisch fragwürdigen Globalisierung: regional und verantwortungsvoll wirtschaften“, sagt Jobst.

Zudem bietet auch das Gemeindeleben auf dem Dorf mehr Entfaltungsmöglichkeiten für junge Leute, ist der Gemeindepfarrer überzeugt: „Hier auf dem Land hat man mehr Spielraum als in einer städtischen Kirchengemeinde.“ Die Themenwoche dauert noch bis zum kommenden Sonntag (14. November); sie endet mit einem Gottesdienst des Ansbach-Würzburger Regionalbischofs Christian Schmidt.

Quelle: epd