Lütke und Grusendorf: Gefangen im Aufzug
Wenn Büro-Boss Grusendorf auf seinen Untergebenen Lütke trifft, wird’s knifflig: Grusendorf lässt wirklich keine Gelegenheit aus, seinen armen Kollegen mit religiös-gesellschaftspolitisch angehauchter Besserwisserei zu behelligen. Und in der dritten Folge der „Lütke & Grusendorf“-Filmreihe auf b-ev geht es richtig heiß her, konzentriert sich Grusendorfs Monolog-Marathon doch auf eine Thematik, die schlicht gestrickte Gemüter fix in Teufels Küche bringen kann: die Hölle!
„Glauben Sie an die Hölle, Lütke?“, fragt Grusendorf seinen leidgeprüften Kollegen, während beide im Fahrstuhl feststecken – schließlich könnte es gleich „abwärts“ gehen: in den Abgrund! Dabei, so Grusendorfs süffisanter Folgekommentar, habe es mit der Hölle doch übrigens so gar nichts auf sich: „Das hat sich die Kirche nur ausgedacht, um Sie vom Sündigen abzuhalten.“ Doch hat der Begriff der Hölle durchaus eine lange Entwicklung innerhalb des Christentums, was gleichwohl nicht mit archaischer Schwarz-Weiß-Malerei gleichzusetzen ist – vor allem, was die evangelische Kirche angeht und Martin Luther: Denn der, so informiert Dr. Wolfgang Behnk, Beauftragter für Sekten- und Weltanschauungsfragen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, „erkannte die Hölle zwar als Aufbewahrungsort für verstorbene Seelen, als Totenwelt an. Doch was diese, genau genommen ist, das ist uns unbekannt‘, schränkte er ein.“ Was an den Geschichten über Hölle und ewige Qualen wirklich dran ist, erfahren Sie natürlich auch auf „bayern-evangelisch.de“!



