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"Lass mich gehen!"

(c) www.garrisonphoto.org/sxc

„Spätestens seit Hape Kerkeling spricht jeder vom Pilgern“, erklärt Kerstin Schröder, Referentin für Jugendarbeit im Kirchenkreis Bayreuth. Das habe die Evangelische Jugend des Kirchenkreises dazu angeregt, sich ein Wochenende lang auf den Weg durch Oberfranken zu machen. Aber: Es soll „keine träge Wanderung“ werden, wie Schröder betont.

Denn neben dem Wandern durch die Natur und dem gemeinsamen Übernachten im Zelt warten besondere Herausforderungen auf die jungen Wanderer. So müssen sie mit wenigen Hilfsmitteln einen Bach überqueren oder sich bei so genannten „Solos“ allein in der Natur mit Fragen des eigenen Lebens auseinandersetzen. Dazu soll es für jeden Teilnehmer ein Pilgertagebuch geben: In diesem können die Jugendlichen ihre Beobachtungen und Gedanken festhalten.

Freiheit, den eigenen Weg zu finden

Anlass der Pilgerwanderung ist das Themenjahr „Reformation und Freiheit“, das 2011 im Rahmen der Lutherdekade ausgerufen wurde. Passend dazu dreht sich auch das Wochenende um die Freiheit „von und zu“, betont Kerstin Schröder. Das Motto: „Lass mich gehen!“ erhält hier einen doppelten Sinn: Es geht auch darum, Ruhe zu haben, um den eigenen Weg zu finden, ohne ständig per Handy oder E-mail erreichbar zu sein. Wo will ich in meinem Leben hin? Was hindert mich daran loszugehen, und wo stehe ich vor verschlossenen Türen? Mit Fragen wie diesen werden die Jugendlichen auf den Weg geschickt. 

Den ursprünglichen Plan, auf dem Jakobsweg durch Oberfranken zu pilgern, habe man rasch aufgegeben, so Schröder. Viel attraktiver war der Gedanke, in Pilgergruppen aus den unterschiedlichen Regionen des Kirchenkreises aufzubrechen und sich dann am Sonntag im zentral gelegenen Hollfeld zu einem großen Fest zu treffen. Um 14 Uhr wird dort auch der Jugendgottesdienst mit Regionalbischöfin Dorothea Greiner gefeiert.

Für das Pilgern gibt es schulfrei 

Gerade das ganz Andere ist es, das die Jugendlichen an dem Projekt reizt. Das hat Kerstin Schröder an der eigenen Tochter erlebt, die mit der Gruppe aus Bad Berneck loswandert. Diese hat es besonders gut getroffen. Denn die Schülerinnen und Schüler aus Bad Berneck erhalten für die Aktion schulfrei und können so schon morgens aufbrechen. Und auch wenn sich statt der erwarteten 200 am Freitag nur 60 junge Pilger auf den Weg machen – Schröder und ihre Mitarbeiter hoffen, dass das Wochenende für die Teilnehmer unvergesslich bleiben wird.