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Landeskirche schreibt Pechmann-Preis aus - Arbeiten zur Auseinandersetzung mit NS-Zeit gesucht
Mit dem Wilhelm-von-Pechmann-Preis 2011 zeichnet die Landeskirche herausragende Leistungen in der historisch-wissenschaftlichen Forschung oder in Bildungsarbeit und Publizistik aus – vor allem zur Rolle der Kirche während des Nationalsozialismus.
Der Preis erinnert an den ersten bayerischen Synodalpräsidenten Wilhelm von Pechmann (1859-1948), der deutlich und mit großem persönlichem Engagement gegen Nazi-Regime und Judenverfolgung eingetreten ist. Während der Weimarer Republik hatte der Banker und Jurist wichtige kirchliche Ehrenämter inne: Pechmann war der erste gewählte Präsident der bayerischen Landessynode und Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages. Aus Enttäuschung über das lange kirchliche Schweigen zur NS-Rassenpolitik und Judenverfolgung trat Pechmann 1946 kurz vor seinem Tod zur katholischen Kirche über.
Arbeiten für den Pechmann-Preis, die in sich abgeschlossen und nicht älter als zwei Jahre sein sollen, können bei der Präsidentin der bayerischen Landessynode, Dorothea Deneke-Stoll, Postfach 20 07 51, 80007 München, eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 15. Februar 2011.

