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"Land zum Leben" ist neues Motto von "Brot für die Welt" - Bayerische Eröffnung am 27. November in Fürth
Im vergangenen Jahr gab es nur noch 300.700 Bauernhöfe in Deutschland - und ihre Zahl geht weiter zurück. Denn für immer weniger Menschen lohnt sich die Landwirtschaft. "Land" ist für die meisten von uns nur noch das Fleckchen Erde, auf dem das Haus steht, vielleicht mit einem Stück Garten dazu.
In den Ländern des Südens hingegen stellt "Land" für viele Menschen ihre Lebensgrundlage dar, die oftmals einzige Möglichkeit, um sich und die Familie ernähren zu können. Ob Äthiopiens Kleinbauern, Indiens entrechtete Ureinwohner, die Adivasi, oder die indigenen Völker im argentinischen Chaco, sie alle brauchen "Land zum Leben". Doch ihr Lebensraum ist immer mehr durch den Landraub bedroht.
Einsatz für die Wichi-Indianer
"Brot für die Welt" greift dieses Thema in seiner neuen, der 53. Aktion auf, die in Bayern am Sonntag, 27. November, dem 1. Advent, mit einem Gottesdienst in Fürth eröffnet wird. "Wir leben in einer globalen Welt und nicht isoliert", unterstreicht Diakonie-Fachreferentin Karin Deraëd mit Blick auf die neue Aktion von "Brot für die Welt", bei der direkte Zusammenhänge zwischen dem europäischen Verbraucher und den Problemen der Länder des Südens aufgezeigt werden sollen.
Im Mittelpunkt steht dabei ein Projekt der Partnerorganisation ASOCIANA in Argentinien. Sie setzt sich für die Wichí-Indianer und andere indigene Stämme ein, die im Urwald des Gran Chaco leben. Dieser wird von internationalen Großkonzernen gerodet, um auf gigantischen Flächen Futtermittel und Nutzpflanzen, etwa Sojabohnen, anzubauen, die in den Industrieländern heiß begehrt sind - und satte Gewinne versprechen; die indigenen Völker kämpfen gegen die damit verbundenen Umweltzerstörungen.
Eröffnungsgottesdienst am Adventssonntag, 27. November, in der St. Michaeliskirche in Fürth
All dies wird ins Bewusstsein der Menschen geholt, wenn "Brot für die Welt" am Adventssonntag, 27. November, seine neue Aktion in der St. Michaeliskirche in Fürh eröffnet. Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr. Gastgeber ist der evangelische Dekan Jörg Sichelstiel, der ebenfalls auf den Zusammenhang zwischen Europa und den unterstützten Projekten hinweist: "Auch bei uns sind die Menschen froh, wenn sie etwas konsumieren, bei dem sie kein schlechtes Gewissen haben müssen", sagte er.
Anlässlich der bayernweiten Eröffnung der Aktion "Brot für die Welt" wird der Präsident der bayerischen Diakonie, Michael Bammessel, in der St. Michaelskirche in Fürth predigen. Die Präsidentin der Landessynode, Dorothea Deneke-Stoll, wird die Aktion eröffnen. Am Mittwoch, 30. November, wird der neue Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm zudem nach Fürth kommen. Er nimmt an einer Podiumsdiskussion zum Thema "Pflanzen tanken - Tiere essen - Gerechtigkeit kaufen" teil. Die Podiumsdiskussion findet am Mittwoch, 30. November, im Gemeindezentrum St. Michael statt und beginnt um 19.30 Uhr.
Im vergangenen Jahr sammelten die Bayern nach Angaben von Diakoniesprecher Daniel Wagner 8,04 Millionen Euro Spenden für "Brot für die Welt". Deutschlandweit kamen rund 62 Millionen Euro zusammen.
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BLZ 520 604 10
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