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Kulturstaatsminister Neumann besucht St. Annakirche
Die St. Anna Kirche sei ein Denkmal von nationaler Relevanz und habe als Luther-Stätte eine herausragende Bedeutung, erklärte der protestantische Staatsminister. Im Hinblick auf die Lutherdekade und das anschließende Jubiläumsjahr 2017 sei es wichtig, nicht nur die ostdeutschen Städte wie Wittenberg oder Eisenach im Blick zu haben. Augsburgs Stadtdekanin Susanne Kasch betonte die ideelle Bedeutung St. Annas für die Ökumene, da der Kirchenbau aus dem frühen 16. Jahrhundert mit der Fugger-Grabkapelle auch einen katholischen Teil in sich beherberge.
Mit den beantragten Mitteln vom Bund soll die Restaurierung der stuckverzierten Gewölbedecke mit Fresken des katholischen Künstlers Johann Bergmüller aus dem Jahr 1748 sowie des Renaissance-Dachstuhls finanziert werden. Bis September 2011 soll die Sanierung des Deckengewölbes über dem Langhaus und den beiden Seitenschiffen sowie der Fugger-Grabkapelle und des Ostchors abgeschlossen sein.
1,9 Millionen durch Eigenmittel, Spenden und Drittmittel
Das Kirchengebäude wird auf Grund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages als nationales Kulturdenkmal gefördert. 2009 und 2010 wurden dafür insgesamt 384.000 Euro bewilligt. Bis Anfang 2014 soll die insgesamt 6,8 Millionen teure Sanierung des Kirchenbaus abgeschlossen sein, wie Architekt Hans-Heinrich Häffner mitteilte, der zuvor die Augsburger St. Ulrich Kirche restauriert hatte.
Der Zuschuss der bayerischen Landeskirche zu den Gesamtbaukosten beträgt 2,25 Millionen Euro. Die Kirchengemeinde St. Anna muss 1,9 Millionen durch Eigenmittel, Spenden und Drittmittel aufbringen.

