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Kirchliches Anlagevermögen um 55 Prozent angewachsen
Die bayerische Landeskirche investiert 86 Prozent ihres Anlagevermögens nach ökologischen, sozialen und ethischen Kriterien. Konkret heißt das: Kirchengelder werden nicht investiert bei Firmen, die Gewinn erzielen durch (Kinder-) Pornografie oder embryonale Stammzellenforschung oder die Bauteile liefern für Anti-Personen-Minen, Streubomben und Nuklearwaffen. Ausgeschlossen sind auch Unternehmen, bei denen die Produktion von Waffen- und Rüstungsgütern mehr als fünf Prozent des Konzernumsatzes ausmacht.
Bevorzugt dagegen investiert die Kirche in Werte mit Schwerpunkt Klima und Wasser, in Infrastrukturfonds und erneuerbare Energien. Bei der Auswahl ihrer Anlagen lässt sich die Finanzabteilung vom „Best-in-Class“-Ansatz leiten. Dabei stellen Experten für jede Branche eine Rangliste auf, wie gut oder schlecht einzelne Unternehmen Nachhaltigkeitskriterien umsetzen. Grundsätzlich soll nur bei den „Klassenbesten“ in Sachen Nachhaltigkeit investiert werden.
Über die Grundsätze und Details der nachhaltigen kirchlichen Vermögensanlage informiert jetzt ein Jahresbericht der Finanzabteilung, den Oberkirchenrat Claus Meier (Foto) dem Landeskirchenrat präsentierte. Dass die ethisch verantwortliche Anlagestrategie der Landeskirche keineswegs im Widerspruch zu einer angemessenen Rendite steht, konnte Meier mit eindeutigen Zahlen belegen: In den vergangenen Jahren ist das kirchliche Anlagevermögen um 55 Prozent angewachsen. Den vollständigen Nachhaltigkeits-Jahresbericht finden Sie hier!
Text: Johannes Minkus /
Pressesprecher Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB)

