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Internationale Orgelwoche Nürnberg glänzt mit Uraufführungen

(c) iStockPhoto

Im Rahmen der 59. Internationalen Orgelwoche Nürnberg (ION) vom 4. bis zum 13. Juni gibt Rodion Schtschedrin gleich mehrmals den Ton an: Ebenfalls von dem 1932 in Moskau geborenen Komponisten stammt das diesjährige Auftragswerk der ION. Sein „Dies Irae“ für drei Orgeln und drei Trompeten nimmt Motive von Albrecht Dürers Holzschnitt-Zyklus „Die Apokalypse“ auf.

Uraufführungen sind außerdem das abendfüllende „Te Deum“ des Franzosen Dominique Joubert, das Oratorium „Der Seele Ruh’“ von Robert Kunz zum 750. Geburtstag des Mystikers Meister Eckhart und die Komposition „das was geschah/that what happened“ der israelisch-amerikanischen Pulitzer-Preisträgerin Shulamit Ran.

Verbeugung vor König Fußball

Abschied nimmt die Orgelwoche am 13. Juni mit einer Rarität, dem Oratorium „Joram“ des israelischen Komponisten Paul Ben-Haim, der 1897 als Paul Frankenheimer in München geboren wurde. Begleitend zu den Konzerten gibt es Gottesdienste und zum 65. Jahrestag des Kriegsendes eine Lesung aus der Erzählung „Bildnis der Mutter als junge Frau“ von Friedrich Christian Delius.

Im Weltmeisterschaftjahr verbeugt sich die ION auch vor König Fußball. In einem Vortrag widmet sich der Musikpädagoge Friedhelm Brusniak dem Glauben an den Fußballgott. Abgesagt wurde die ursprünglich angekündigte Reihe mit Filmen von Ingmar Bergmann. Die Kosten des Musikfestes von 500 000 Euro werden zu 80 Prozent aus Zuschüssen, Sponsorengeldern und Spenden gedeckt. Weitere Info zur 59. Internationalen Orgelwoche Nürnberg gibt es hier!