Pressemitteilung vom 22.12.2005

Ab dem Schuljahr 2006 / 2007 kann die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) sich aktiv mit verschiedenen Angeboten für Ganztagsbetreuung und – förderung an Schulen einsetzen. Eine entsprechende Rahmenvereinbarung schließen heute Oberkirchenrat Helmut Hofmann, im Landeskirchenamt zuständig für das evangelische Schulwesen, und Siegfried Schneider, Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus, in München ab.

„Seit der Zeit der Reformation“, so Oberkirchenrat Helmut Hofmann bei der Unterzeichnung der Vereinbarung, „ sieht die evangelisch-lutherische Kirche es als eine ihrer wesentlichen Aufgaben an, sich ganzheitlich, über den Religionsunterricht hinaus, für Bildung und Schule einzusetzen. Wir wollen,
dass es der Schule und den Schülern insgesamt gut geht.“ Mit der Rahmenvereinbarung seien nun Möglichkeiten geschaffen, dies einer größeren Zahl von Schülerinnen und Schülern zugute kommen zu lassen.

Auf der Grundlage des freistaatlichen Konzepts der „Ganztägigen Förderung und Betreuung an Schulen“ aus dem Jahr 2002 sollen ab Herbst 2006 an bayerischen Schulen mit Ganztagsangebot zusätzliche Angebote von kirchlichen und diakonischen Einrichtungen verfügbar sein. Die mögliche Palette reicht von Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung über musische Angebote, Mediation, Gespräche und vieles mehr. Die Einrichtungen können den Schulen in ihrem Umfeld ihre Angebote unterbreiten und mit ihnen einen entsprechenden Kooperationsvertrag über die zu erbringenden Leistungen abschließen. Das Kultusministerium empfiehlt in der Vereinbarung ausdrücklich, „die genannten Angebote der ELKB vorrangig zu berücksichtigen.“

In einem Schreiben an alle Kirchengemeinden informiert die Landeskirche die Verantwortlichen vor Ort jetzt über diese Möglichkeit, evangelisches Profil in eine ganztägige Förderung und Betreuung von Schulkindern einzubringen. Auch vor dem Hintergrund der neuesten Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und schulischer Ausbildung sieht sich die Kirche hier in der aktiven Verantwortung zur Zusammenarbeit.

Susanne Hassen, Pressesprecherin
München, den 22. Dezember 2005


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