Pressemitteilung vom 22.09.2000

Oberkirchenrat Bogdahn geht zum 1. März 2001 in den Ruhestand
Nachfolge soll noch im Herbst geklärt werden

München. Der Münchner Regionalbischof, Oberkirchenrat Dr. Martin Bogdahn, geht nach 40-jähriger Dienstzeit zum 1. März des kommenden Jahres auf eigenen Antrag in den Ruhestand. Dies gab gestern der Präsident der bayerischen Landessynode, Dr. Dieter Haack in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Berufungsausschusses bekannt. Synodalpräsident und Landesbischof Dr. Johannes Friedrich dankten Bogdahn für die gute Zusammenarbeit in den zurückliegenden Monaten und Jahren.

Bogdahn, seit 1. Mai 1990 Regionalbischof von München und Oberbayern sowie seit 1. Mai 1997 ständiger Vertreter des Landesbischofs, will mit seinem um neun Monate vorgezogenen Ruhestand ein Zeichen der Solidarität mit der nachrückenden Theologengeneration setzen. Seinen Antrag an den Vorsitzenden des Berufungsausschusses begründet er außerdem mit der Befürwortung der kürzlich von der Synode beschlossenen 10-Jahres-Frist für Inhaber kirchlicher Leitungsämter. "Meinen langfristig gehegten Plan, den Ruhestandsantrag zum 1.12.2000 zu stellen, habe ich angesichts der Verhältnisse im Dekanatsbezirk München zurückgestellt", so Bogdahn wörtlich in seinem Schreiben an Haack. Er habe die Nachfolge im Amt des Stadtdekans erst noch klären wollen. Da hier zum Ende des Jahres die Neubesetzung erfolgt, könne er nun sein Leitungsamt in andere Hände legen.

Der Berufungsausschuss will noch im Laufe des Herbstes beschließen, wer die Nachfolge des scheidenden Münchner Regionalbischofs antreten wird. Im Kirchenkreis München leben rund 600.000 Evangelische. Das Gebiet umfasst 145 Gemeinden in 13 Dekanats- und Prodekanatsbezirken mit fast 400 Geistlichen.

Bogdahn, am 23.11.1936 in Elbing / Ostpreußen geboren, wurde 1961 in den Dienst der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern aufgenommen. Nach dem Vikariat in der Münchner St. Matthäuskirche und der Promotion in Erlangen war er zwischen 1967 und 1985 18 Jahre lang Gemeindepfarrer in München. 1985 berief ihn die Kirchenleitung zum Landeskirchlichen Beauftragten für Rundfunk und Fernsehen. Gleichzeitig war er zwischen 1972 und 1990 Mitglied der Landessynode und seit 1985 deren theologischer Vizepräsident. Bei der Bischofswahl 1994 unterlag er im fünften Wahlgang knapp dem späteren Landesbischof D. Hermann von Loewenich. Bogdahn wird die Landeskirche weiterhin im Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks vertreten.

Andreas Rickerl, Kirchenrat
Pressereferent der
Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern

22.9.2000


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