Pressemitteilung vom 21.01.2003
Landesbischof Friedrich und Synodalpräsidentin Schülke rufen zu Friedensgebeten am Vorabend des 27. Januar auf.
München. Wo immer möglich, sollen am 26. Januar, also am Vorabend des Tages, an dem der UN-Sicherheitsrat über das weitere Vorgehen gegen den Irak beschließen wird, um 18.00 Uhr bayernweit - möglichst ökumenisch abgehaltene - Friedensgebete stattfinden. Ein Glockengeläut von 18.00 bis 18.05 Uhr soll auch dort, wo kein Friedensgebet stattfinden kann, zum Gebet für die Erhaltung des Friedens aufrufen. Eine entsprechende Bitte richteten der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Dr. Johannes Friedrich und die Präsidentin der Landessynode, Heidi Schülke, heute in einem gemeinsamen Schreiben an die Gemeinden der bayerischen Landeskirche. Dieses Vorhaben wird nach den Worten seines Vorsitzenden, Helmut Mangold, vom Landeskomitee der Katholiken unterstützt.
Dieses Friedensgebet soll aus gegebenem Anlass zusätzlich zu den regelmäßig freitags um 18.00 Uhr stattfindenden Friedensgebeten stattfinden, zu denen der Landesbischof und die Synodalpräsidentin bereits vor zwei Wochen aufgerufen haben.
Am 27. Januar wird der UN-Sicherheitsrat den Bericht des Chefs der Waffeninspektoren, Hans Blix, entgegen nehmen. Von den Untersuchungsergebnissen der Inspektoren wird die Beschlussfassung hinsichtlich des weiteren Vorgehens der internationalen Staatengemeinschaft gegenüber dem Irak abhängen.
Landesbischof Friedrich hat in den letzten Tagen mehrfach öffentlich erklärt, dass es aus biblischer Sicht keine Rechtfertigung für irgendeinen Krieg geben könne. Im Falle, dass die UN zu dem Ergebnis komme, dass vom Irak und seinem Staatschef Saddam Hussein eine Bedrohung für den Frieden ausgehe, sei die Politik gefordert, andere kreative Lösungen zur Problemlösung zu finden.
Andrea Stocker, Kirchenrätin
Pressesprecherin
der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern
21.01.03

