Pressemitteilung vom 19.09.2002
Landeskirchenrat und Landessynodalausschuss zu gemeinsamer Tagung in Tutzing. Schwierige Haushaltslage hat Folgen für Meditationszentrum Altenburg.
München/Tutzing. Der Landeskirchenrat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und der Landessynodalausschuss sind am 18. und 19. September in der Evangelischen Akademie zu einer gemeinsamen Sitzung zusammengekommen. Schwerpunkte der Sitzung sind neben der Landesstellenplanung, Strukturfragen und dem Ausblick auf die bevorstehende Synode die aktuelle finanzielle Situation der Landeskirche.
In seinem Bericht wies der Finanzreferent der Landeskirche, Oberkirchenrat Claus Meier, auf die im laufenden Haushaltsjahr rückläufigen Kirchensteuereinnahmen hin. Für den ungekürzten Vollzug des Haushalts 2002 werden voraussichtlich 36 Millionen Euro fehlen. Dieser Betrag muss bei den Haushaltsplanungen und –beratungen noch berücksichtigt werden und wird zu Ausgabenkürzungen im Haushalt 2003 führen.
Angesichts dieser finanziellen Rahmenbedingungen und hinsichtlich des zu erartenden finanziellen Bedarfs für Umgestaltung und laufenden Betrieb des Meditationszentrums Altenburg sehen Landeskircherat und Synodalausschuss keine Spielräume zur dessen Fortführung. Dies teilte Oberkirchenrat Wolfgang Töllner heute am Rande der Sitzung mit großem Bedauern mit. Ein entsprechender Beschlussvorschlag, der der Landessynode im November zur Abstimmung vorgelegt wird, beinhaltet gleichzeitig den Beschluss, Meditationsarbeit im südbayerischen Raum unbedingt zu erhalten und dafür einen geeigneten Standort zu finden. Für einen alternativen Standort wird gerade ein Konzept erarbeitet.
Bis zuletzt, so Töllner, sei man von der Realisierung von Altenburg ausgegangen. Die negative Entwicklung der Kirchensteuereinnahmen habe man nicht voraussehen können.
Andrea Stocker, Kirchenrätin
Pressesprecherin
der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern
19.09.02

