Pressemitteilung vom 19.09.2002
Regionaler Einkauf und gesunde Ernährung in Kindergärten, Kindertagesstätten und Gemeinden
Die Broschüre „Unser Nachbar-Bauer“ informiert über regionale Einkaufsmöglichkeiten in Bayern
München – „Gesunde Ernährung“ ist ein zentrales Thema in Kindergärten, Kindertagesstätten und Jugendeinrichtungen. Nach Schlagzeilen um Nitrofen, Hormonbelastung, Pestizide und Schadstoffen in der Nahrung ist gerade bei Kinder-und Jugendeinrichtungen sowie bei jungen Eltern das Bedürfnis nach Informationen zur Belastung von Lebensmitteln gestiegen. Jedoch fehlen den Verantwortlichen wie auch den Eltern oft Angaben über geeignete und geprüfte Bezugsquellen in ihrer Region.
Das Umweltreferat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz, der Altop-Verlag sowie der Bayerische Landesverband Evangelischer Tageseinrichtungen und Tagespflege für Kinder e.V. wollen mit der neuen Broschüre „Unser Nachbar-Bauer“, einem umfangreichen Direktvermarkter- und Naturkostverzeichnis, diese Informationslücke schließen. „Unser Nachbar-Bauer“ beinhaltet rund 4000 Adressen von Anbietern regionaler und ökologischer Lebensmittel in Bayern. In zwei Bänden für die Postleitzahlenbereiche 80000 (Bayern SÜD) sowie 90000 und 63000 (Bayern NORD) werden alle Hofläden, Biobauern, Naturkostläden und Regionalmarken aufgeführt und nach Produkten spezifiziert. So können sich Kindergärten, Kindertagesstätten und Eltern schnell und zuverlässig über das Angebot in Ihrer Region informieren und regional einkaufen.
Die Broschüre bringt nicht nur den Gedanken der Regionalvermarktung in die Kindergärten, sie will darüber hinaus zur Kontaktaufnahme mit den direkt vermarktenden Landwirten animieren. „Das Kennenlernen zwischen direkt vermarktenden Landwirten und Verbrauchern schafft – gerade angesichts der vergangenen Lebensmittelskandale – wieder Vertrauen und Nähe“, so der Umweltbeauftragte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern Dr. Rainer Hennig. „Daraus können ganz praktisch „Nachbarschaften“ entstehen: Kindergruppen besuchen Höfe, Landwirte stellen im Kindergarten oder bei Elternabenden ihre Arbeit und ihre Produkte vor und Bäuerinnen bieten Catering für Kindertagesstätten an.“
Die Broschüre ist auch ein Beitrag zum „Tag der Regionen“, der in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge zeitgleich mit dem Erntedankfest am 6. Oktober stattfindet und auf die Stärkung regionaler Wirtschaft setzt. „Bayern hat qualitativ hochwertige Produkte zu bieten, die auch vor der eigenen Haustür gute Absatzchancen haben“, so Staatssekretärin Erika Görlitz vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz. „Qualitätszeichen und Marken aus der Region für die Region bieten eine Reihe von Vorteilen und Chancen: Kurze Transportwege, der Erhalte regionaler Wirtschaftskreisläufe, die Schonung der Umwelt und natürlicher Ressourcen. Dies gilt es zu nutzen.“
Das Umweltreferat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern verantwortet die Trägerschaft und Koordination des Gesamtprojekts. Das Staatsministerium für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz unterstützt die Konzeption und trägt zur Finanzierung bei. Recherche und Layout wurden vom Altop-Verlag übernommen, der zudem das „Alternative Branchenbuch“ in die Adress-Sammlung einbringt. Durch direkte Rückmeldungen der regionalen Ämter für Landwirtschaft und Ernährungsberatung und auch vieler Landwirte konnte die Datensammlung auf rund 4000 Adressen ausgebaut werden.
Die Broschüre kann ab sofort für 6,50 Euro inklusive Versand über das Umweltreferat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern bezogen werden.
Bestelladresse:
Ev. Umweltreferat, PF 20 07 51, 80007 München
(Fax: 089 / 54 82 19 20)
Andrea Stocker, Kirchenrätin
Pressesprecherin
der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern
19.09.02

