Pressemitteilung vom 13.05.2005

München – Mit Trauer und Betroffenheit hat die bayerische Kirchenleitung vom Tod Adolf Sperls erfahren. Der promovierte Theologe starb am 9. Mai im Alter von 74 Jahren in München. Der gebürtige Mittelfranke war zuletzt seit 1980 als Oberkirchenrat Mitglied des Landeskirchenrates, bevor er 1993 in den Ruhestand trat. Frühere berufliche Stationen waren die Missionsarbeit in Neuendettelsau, das Dekansamt in Schweinfurt sowie die Leitung des Predigerseminars der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Pullach gewesen.

Landesbischof Johannes Friedrich würdigte das Lebenswerk des Verstorbenen, der in Tübingen mit einer Arbeit über Melanchthon promoviert worden war, mit den Worten: „Adolf Sperl bleibt der bayerischen Landeskirche und mir persönlich als ein Theologe in Erinnerung, der einen scharfen Geist mit besonders liebenswürdiger Herzlichkeit zu verbinden wusste. Das Evangelische Gesangbuch hat er als großer Kenner der Kirchenmusik mit auf den Weg gebracht und sich zentralen kirchlichen Arbeitsfeldern wie Gottesdienst und Seelsorge mit großem Engagement gewidmet. Mit den Werken und Diensten, für die er auch zuständig war, hat er es zudem verstanden, die Vielfalt kirchlichen Lebens in der Gesellschaft zu verankern und dort fruchtbar zu machen. Als Studentenpfarrer habe ich ihn so als meinen direkten Vorgesetzten erlebt. Alle, denen er ans Herz gewachsen war, wie auch ich persönlich, haben schmerzlich mit ihm empfunden, dass die letzte Phase seines Lebens von Krankheit stark überschattet war.“

Oberkirchenrat i. R. Adolf Sperl wird am kommenden Mittwoch, 18. Mai um 13 Uhr im Münchener Westfriedhof beerdigt. Der Witwe Sperls und seinen fünf Kindern mit ihren Angehörigen gilt die herzliche Anteilnahme des Landesbischofs und der bayerischen Kirchenleitung, die den Verstorbenen und alle, die um ihn trauern, der Gnade und Barmherzigkeit Gottes anbefehlen.

Markus Hepp, Pressesprecher


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