Pressemitteilung vom 07.06.2006
Landesbischof Johannes Friedrich gratuliert Charlotte Knobloch zur Wahl als Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland
Versöhnerin und Kämpferin
Mit herzlicher Freude und großem Respekt reagiert die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern auf die Wahl von Charlotte Knobloch aus München zur Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland. Landesbischof Dr. Johannes Friedrich in einer ersten Reaktion:
„Im Namen unserer Landeskirche und auch ganz persönlich gratuliere ich Frau Präsidentin Knobloch auf das Herzlichste zu dem neuen verantwortungsvollen Amt. Mit Charlotte Knobloch haben die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in Deutschland eine Repräsentantin gewählt, die sich seit vielen Jahren für die Aufarbeitung der Vergangenheit und vor allem für ein versöhnliches Miteinander von Christen und Juden in Deutschland einsetzt. In vielen persönlichen Begegnungen und Gesprächen mit der Präsidentin, die sich, so hoffe ich, auch in Zukunft fortsetzen werden, zeigte und zeigt sie sich als Versöhnerin auf dem gemeinsamen Weg der christlichen und jüdischen Religion, aber auch als unermüdliche Kämpferin gegen neonazistische und antisemitische Tendenzen, wo immer diese sich zeigen. Die evangelischen Christinnen und Christen in Bayern freuen sich mit ihren jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern über die Wahl von Charlotte Knobloch zur Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland.“
Susanne Hassen, Pressesprecherin
München, den 7. Juni 2006

