Pressemitteilung vom 02.11.2000
Landesbischof Johannes Friedrich hat in seiner Predigt am Reformationstag (31.10.) die Einheit der Kirchen betont. "Getauft auf den Namen des dreieinigen Gottes gehören zu der einen heiligen christlichen Kirche römisch-katholische Christinnen und Christen wie wir Lutheraner, griechisch- und russisch-orthodoxe Christinnen und Christen wie Baptisten und Reformierte", so Friedrich wörtlich in der Münchner St. Matthäus-Kirche.
Martin Luther habe, als er seine berühmten 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg schlug, die Kirche nicht spalten wollen. Er habe vielmehr - wie zahlreiche andere vor ihm - die Christenheit an ihren gekreuzigten und auferstandenen Herrn erinnern und sie in der einen heiligen christlichen Kirche um das Evangelium versammeln wollen.
Diese eine heilige christliche Kirche sei für Luther eine geglaubte Kirche. Sie gleiche dem auferstandenen Christus, der nicht zerteilt werden könne: "Christus ist einer: Herr aller Christen. In ihm gehören wir alle in der einen heiligen christlichen Kirche zusammen."
Die sichtbare Kirche sei mit Luthers Worten "eine irrige und arme Sünderin", der ihre Sünden um Christi Willen vergeben werde. Sie könne keine Heilsnotwendigkeit für sich beanspruchen. "Heilsnotwendig allein ist, dass uns das Evangelium von Jesus Christus gepredigt wird," unterstrich Friedrich.
Den Text der Predigt erhalten Sie hier, auf Anfrage unter poep@elkb.de oder telefonisch unter 089/5595-552.
Andreas Rickerl
Pressereferent
2.11.2000

