Pressemitteilung vom 24.01.2008

„Erst die Ökumene erschließt den ganzen Reichtum des Evangeliums“
Landesbischof Dr. Friedrich predigt im Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen

In seiner Predigt im ökumenischen Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen heute im Münchner Dom rief Landesbischof Dr. Johannes Friedrich die christlichen Kirchen dazu auf, sich die gegenseitige Wertschätzung auszudrücken, anstatt nur auf Defizite der jeweils anderen Kirche hinzuweisen. Im jahrzehntelangen ökumenischen Gespräch habe man gelernt, dass die christlichen Kirchen nicht in einem Konkurrenzverhältnis stünden, sondern sich in Lehre und Glaubenspraxis ergänzten. „Die Ökumene erst erschließt uns den ganzen Reichtum des biblisch-christlichen Glaubens“, so Friedrich.

Einen besonderen Dank richtete Friedrich an Kardinal Wetter, der in diesem Jahr zum letzten Mal mit der bayerischen Ökumene diesen Gottesdienst feiert. Friedrich: „Sie haben uns in den mehr als 25 Jahren Ihrer Bischofszeit hier in München oft mit dem Evangelium gedient. Und ich meine das auch so, wie ich es sage: Sie sind mit Ihrer Person stets bescheiden hinter dem Evangelium zurückgeblieben und haben sich in seinen Dienst gestellt.“ Wetter habe die Diözese stets so geleitet, „dass das Amt immer präsent war, aber den Gemeinden Raum blieb und Freiheit ermöglicht wurde. Und solchen Raum haben Sie auch der Ökumene gelassen. Sie haben die Türen offen gelassen. Dafür wird Ihnen Ihre Diözese dankbar sein. Wir, Ihre ökumenischen Partner, sind es auch.“

München, 24. Januar 2008

Johannes Minkus, Pressesprecher


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