Verpassen Sie in Zukunft keine Ausgabe der „nachrichten“ - bestellen Sie hier online Ihr Abonnement!
{Abo bestellen}
 
  • Diese Seite bei Technorati bookmarken.
  • Diese Seite bei Twitter bookmarken.
  • Diese Seite bei MySpace bookmarken.
  • Diese Seite bei Netvibes bookmarken.
  • Diese Seite bei Yahoo bookmarken.
  • Diese Seite bei Delicious bookmarken.
  • Diese Seite bei Mr. Wong bookmarken.
  • Diese Seite bei Stumpleupon bookmarken.
  • Diese Seite bei Facebook bookmarken.
  • Diese Seite bei Google bookmarken.

In Gedenken an Melanchthon

(c) www.nuernberg-evangelisch.de

Höhepunkt des Jubiläumsjahres werden die Veranstaltungen rund um den 19. April 2010 sein, denn an diesem Datum jährt sich der Todestag von Philipp Melanchthon zum 450. Mal. Neben der Eröffnung der Wanderausstellung „Grenzen überwinden. Die Bedeutung Melanchthons für Europa“ am 15. April um 19 Uhr in der Egidienkirche, wird es am 17. April im eckstein – das haus der evangelisch-lutherischen kirche einen Studientag zum Thema „Ausbildung contra Bildung?“ geben. Am 18. April wird Oberkirchenrat Detlev Bierbaum um 10 Uhr im Festgottesdienst des Dekanats in der Melanchthonkirche Ziegelstein predigen. Am Jubiläumstag selbst lädt das Melanchthon-Gymnasium (Sulzbacher Str. 32) vormittags zu einer Gedenkfeier für die verfolgten jüdischen Mitschüler des Gymnasiums und um 19.30 Uhr zu „ars moriendi vs. mors inhumana“ ein und präsentiert dort Gedanken, Gespräche, Gesang und Gedichte zum Sterben von Philipp Melanchthon bis heute. 

Reformator, Humanist, genialer Lehrer

Das gesamte Nürnberger Veranstaltungsprogramm bietet eine große Bandbreite, angefangen von historischen Fachvorträgen, Festgottesdiensten und Stadt-, Kirchen- und Museumsführungen bis hin zu Veranstaltungen, die Melanchthons aktuelle Bedeutung herausstellen oder die speziell auf Jugendliche zugeschnitten sind und mit Hilfe von moderner Technologie dem Reformator auf die Spur kommen wollen. Die Veranstaltungen im Einzelnen gibt es hier!

Philipp Melanchthon (1497-1560) war Reformator, Humanist und genialer Lehrer sowie Bildungsreformer. Als enger Mitarbeiter und Freund Martin Luthers hatte er entscheidenden Anteil an der Reformation. Im Laufe seines Lebens besuchte er Nürnberg mindestens neun Mal und hat hier wichtige Spuren hinterlassen. Unter anderem gründete er am Egidienberg mit der "Oberen Schule" das erste Gymnasium Deutschlands und setzte dort sein damals äußerst modernes Bildungsprogramm um. Seine Freundschaft zur Familie Pirckheimer war wohl der Grund, dass er sich vermittelnd in den Streit zwischen der Äbtissin der Klarissen, Caritas Pirckheimer, und dem Rat Nürnbergs einschaltete - und zwar mit Erfolg.

Sein Weg des Ausgleichs zwischen den sogenannten Altgläubigen und den Protestanten, die in Nürnberg das Szepter übernommen hatten, ist für manche bis heute ein Vorbild für die Ökumene. Schließlich pflegte Melanchthon manch intensiven Briefkontakt nach Nürnberg, unter anderem mit Joachim Camerarius, dem ersten Leiter der Oberen Schule, der bei ihm immer wieder Rat einholte.