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Im Zeichen der Frau

(c) Fachstelle für Frauenarbeit

Als Vereinigung Evangelischer Frauenverbände Bayerns wurde 1920 die EFB gegründet, um wie es damals hieß die gemeinsamen Interessen der bayerischen evangelischen Frauenwelt zu vertreten und die Zusammenarbeit der evangelischen Frauenverbände und Vereine in Bayern wirksam zu fördern. Auch heute noch ist die Evangelische Frauenarbeit in Bayern (EFB) der Dachverband für Verbände, Berufsgruppen, Vereine und ehrenamtlich Arbeitende in der Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern. Ihr gehören mehr als 20 selbstständig arbeitende Mitgliedsorganisationen und Verbände an. An der Schnittstelle zwischen Kirche und Gesellschaft vertritt die EFB die Anliegen der Frauen in unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsbezügen. Sie nimmt Stellung zu kirchlichen und gesellschaftspolitischen Themen, gibt Impulse in der Frauenarbeit und fördert den Erfahrungsaustausch zwischen den Organisationen.

In diesem Jahr wird nun das 90-jährige Bestehen der Evangelischen Frauenarbeit in Bayern gefeiert! Anlässlich dieses Jubiläums findet eine Festveranstaltung statt am 13. März in der Paul-Gerhardt-Kirche in Stein-Deutenbach. Die Predigt im Gottesdienst um 10 Uhr hält Frau Regionalbischöfin Breit-Keßler, den historischen Rückblick im Rahmen eines Festvortrags gestaltet die Historikerin Nadja Bennewitz. Der bayerische Rundfunk sendet eine Dokumentation zur EFB auf BR alpha am 28. März um 19.15 Uhr. Rückblick auf die traditionsbehaftete Geschichte eines Dachverbandes, dessen untergeordnete Instutionen für sich gesehen ebenfalls auf eine stolze Historie zurückblicken können.

Frauenspezifische Medizin und Frauengesundheit

Eine der ältesten ist das FrauenWerk Stein in Oberbayern. Seit mehr als 75 Jahren gibt es das FrauenWerk, im Jahr 2008 feierte die Einrichtung ihr glänzendes Jubiläum unter dem Motto "75 Jahre starke Frauen". Das FrauenWerk Stein wurde unter dem Namen "Bayerischer Mütterdienst" in den 30er Jahren von Dr. Antonie Nopitsch gegründet. Seine Arbeitsfelder erstrecken sich auf verschiedene Anlaufstellen und Häuser: Das Werk arbeitet mit circa 200 Mitarbeitern in der Fachstelle für Frauenarbeit, den Steiner Fortbildungsprogrammen, der Landesgeschäftstelle für Müttergenesung/Frauengesundheit, im Tagungs- und Gästehaus Stein und den Serviceteams der Geschäftsstelle in Stein, in den Familienbildungsstätten in Nürnberg und München, in der Familienpflege und in den Vorsorge- und Rehaeinrichtungen für Mütter und für Mutter und Kind in Oberstdorf, Weißenstein und Aschau.

Dabei bietet die Einrichtung haupt- und ehrenamtlich tätigen Frauen und Männern etwa Unterstützung durch Fortbildung und Projektarbeit an, setzt sich für frauenspezifische Medizin und Frauengesundheit ein oder macht Angebote zur spirituellen und persönlichen Orientierung. "Die ,Steiner Frauen' sind in den vergangenen 75 Jahren in der bayerischen Landeskirche und darüber hinaus zu einem Begriff für Engagement, neue Wege und Beharrlichkeit geworden", unterstrich da etwa Oberkirchenrat Michael Martin in seinem Gruß vor zwei Jahren zum Jubliläum des FrauenWerks. "Die Parteilichkeit für frauenspezifische Anliegen sowohl in der Kirche wie in der Gesellschaft ist von Anfang an die Stärke der Steiner Frauen gewesen. Diese Parteilichkeit schätzen wir auch heute noch in unserer Kirche."

Einsatz nach dem Vorbild der Töchter Zelofhads

Aktuell melden sich die starken Steiner Frauen aus der "Fachstelle für Frauenarbeit" mit einer neuen "Arbeitshilfe" zum Frauensonntag "Lätare 2010", am 14. März. Unter dem Titel "Frauen im Aufwind: Gemeinsam aufstehen - Wagnisse eingehen - Recht bekommen" stellen die Autoren dabei die fünf Töchter Zelofhads in den Mittelpunkt aus 4. Mose 27,1-11, die sich erfolgreich vor Gott für die Verbesserung ihrer Rechte eingesetzt haben. Die Arbeitshilfe bietet u.a. historische Informationen zur Entwicklung der Gleichberechtigung der Frauen in Deutschland und ihrer Rechte in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und nimmt auch Anregungen, Kritik und Verbesserungsvorschläge entgegen. Ein entsprechender Fragebogen ist enthalten.

Die Arbeitshilfe "Frauen im Aufwind" gibt es hier!