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Hilfe bei der Auseinandersetzung mit Tod und Sterben

(c) www.bayern-evangelisch.de

Gedanken über eigenen Tod bereitet vielen Menschen verständlicherweise Angst. Sie möchten sich damit nicht beschäftigen. Nachdenken über die letzte Lebensphase, denkt man, könnte einen zu großen Schatten über den Augenblick werfen. Und schweigen das Thema Tod lieber tot. Am besten aber begegnet man dem Feind, wenn man sich mit ihm auseinandersetzt. Wenn man weiß, was im Ernstfall zu tun ist, ob man bei einer schlimmen Krankheit alles technisch und medizinisch Mögliche versucht oder medizinische Maßnahmen lieber begrenzt - denn dem Leben und seinem Ende in Würde kann je nach individueller Situation beides dienen.

Eine Hilfestellung zu Fragen des Lebensendes, der Lebensqualität und der Selbstbestimmung in der letzten Lebensphase will die Handreichung zur Patientenverfügung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern geben. "Meine Zeit steht in Gottes Händen" lautet der Titel der Broschüre, die Menschen in schwieriger Zeit unterstützt: mit sachlichen "Erläuterungen zu Möglichkeiten und Grenzen von Patienteverfügung, Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht", sowie "praktische Hinweise zum konkreten Erstellen einer eigenen Patientenverfügung", wie Landesbischof Dr. Johannes Friedrich lobend im Vorwort resümiert.

Die Handreichung stellt zum Beispiel Hospizarbeit und Palliativ Care heraus, als Angebote, um in der letzten Lebensphase nicht allein zu sein, nennt entsprechende nützliche Adressen. Sie fasst zusammen, was bei der Erstellung einer Patientenverfügung zu beachten ist, mit der ein Mensch viel Verantwortung übernimmt, sich etwa in bezug auf Festlegungen über künstliche Ernährung, über Wiederbelebungsmaßnahmen, über Organspende, Chemotherapien oder deren Unterlassung äußert. Sie gibt Denkanstöße zur Findung und Formulierung eigener Wertvorstellungen, konfrontiert den Leser mit schweren Fragen: "Welche Vorstellung habe ich von dem, was nach dem Tod kommt? Wie wichtig ist das für mich? Wovon fiele mir der Abschied besonders schwer? Wo finde ich angesichts des eigenen Todes Trost?"

Schwere Fragen - wichtige Fragen! Oder, wie Landesbischof Dr. Friedrich es auf den Punkt bringt: "Eine ausführliche Lektüre der Handreichung lohnt sich!" Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch auf unseren Seiten!