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Gewerkschaften kritisieren Sparpaket
Die Präsidentin der bayerischen Landessynode, Dorothea Deneke-Stoll (Ingolstadt), appellierte am vergangenen Samstag bei einer DGB-Kundgebung in Nürnberg an die Bundesregierung, die Sparbeschlüsse der Politik dürften nicht zu Lasten sozial schwacher Menschen gehen. Leistungen, die das Existenzminimum sicherstellen sollten, müssten am tatsächlichen Bedarf orientiert und transparent ausgestaltet werden, sagte Deneke-Stoll beim Aktionstag der Gewerkschaften und beider großen Kirchen auf dem Nürnberger Hauptmarkt.
Politisch verantwortliches Handeln müsse für einen sozialen Ausgleich sorgen, betonte die Präsidentin des Kirchenparlaments der rund 2,6 Millionen Protestanten in Bayern. Deshalb dürften die Sparmaßnahmen nicht einseitig Hartz-IV-Empfänger, Alleinerziehende und deren Kinder oder Arbeitslose benachteiligen. Außerdem müssten Bildung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben allen Menschen offenstehen.
Unter dem Motto "Gemeinsam für ein gutes Leben - Gerecht geht anders - Für einen Kurswechsel in Berlin" fordern die Gewerkschaften unter anderem einen gesetzlichen Mindestlohn, eine gleiche Bezahlung von Leiharbeit und den Stopp der Rente mit 67. Zudem setzen sie sich für eine starke finanzielle Ausstattung der Kommunen ein und fordern eine gebührenfreie Bildung für alle.
Quelle: epd
Lesen Sie hier die Rede der Synodalpräsidentin Dorothea Deneke-Stoll im Original-Wortlaut!

