Verpassen Sie in Zukunft keine Ausgabe der „nachrichten“ - bestellen Sie hier online Ihr Abonnement!
{Abo bestellen}
 
  • Diese Seite bei Technorati bookmarken.
  • Diese Seite bei Twitter bookmarken.
  • Diese Seite bei MySpace bookmarken.
  • Diese Seite bei Netvibes bookmarken.
  • Diese Seite bei Yahoo bookmarken.
  • Diese Seite bei Delicious bookmarken.
  • Diese Seite bei Mr. Wong bookmarken.
  • Diese Seite bei Stumpleupon bookmarken.
  • Diese Seite bei Facebook bookmarken.
  • Diese Seite bei Google bookmarken.

Geschichten rund um das Brot

(c) istockPhoto / Michael Bodmann

"Unser tägliches Brot gib uns heute": mit dieser Bitte aus dem Vaterunser hat sich die Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in ihrer letzten Tagung beschäftigt; sie wird auch im Mittelpunkt der Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes stehen, die vom 20. bis 27. Juil in Stuttgart tagt. "Die Bitte um das tägliche Brot beten Menschen heute in ganz unterschiedlichen Situationen: in der des Überflusses und des Mangels", so die Verantwortlichen der VELKD. " Für viele Menschen in allen Regionen der Welt - selbst in Deutschland - geht es ausschließlich um die Sicherung ihrer Nahrung und damit des täglichen Überlebens. Brot sei im Vaterunser aber auch als Synonym zu verstehen für unsere Bedürfnisse, die über Essen und Trinken hinausgehen: "Leben in Gemeinschaft untereinander und mit Gott, Solidarität und gegenseitige Achtung".

Vor diesem Hintergrund lädt die Generalsynode sowohl Gemeinden, als auch Einzelpersonen dazu ein, ihre ganz persönliche "Brotgeschichte" zu erzählen: "mit Erlebnissen und Erfahrungen des Mangels sowie geschenkter Fülle". Wie so etwas aussehen könnte, macht Dr. Detlef Klahr in einer Andacht zur Thematik vor: Der Landessuperintendent, Aurich, lädt unter anderem zu einem Ausflug in seine Kindheit ein, in welcher ihm das Pausenbrot seiner Mitschüler begehrenswerter erschien "als meine eigene Graubrotstulle". Er erinnert sich auch an die "Freude von uns Kindern", wenn der Vater abends ein nicht gegessenes belegtes Brote in einer Dose von der Arbeit wieder mit nach Hause brachte: ein sogenanntes "Hasenbrot".

"Gerechte Verteilung der Welt-Ressourcen muss in den Vordergrund treten"

Von Klahrs Worten kann man sich inspirieren lassen, ebenso wie von dem Grußwort von Pfarrer Dr. Fredrick Shoo, gehalten beim "Abend der Begegnung" am 22. Oktober 2009 in der Paulus-Kirche im Rahmen der 2. Tagung der 11. Generalsynode in Ulm. Shoo richtet darin unter anderem den Blick auf ärmste Länder "die jeden Tag neu draum kämpfen müssen, zu einer einzigen Mahlzeit zu kommen, ganz zu schweigen von anderen Grundbedürfnissesn der Menschen, die mit dem täglichen Brot natürlich auch gemeint sein können". Shoo spricht sich gegen "Wirtschaftssysteme und Wirtschaftsformen" aus, welche die dunklen Seiten der Seele von Menschen forcieren, die nur an sich und ihren eigenen Vorteil denken: "Selbstsucht, Geiz und Habgier haben hier ihre Wurzeln". Man sei aufgerufen, sich dem "energisch zu widersetzen", so Shoo. "Stattdessen muss das Ziel einer gerechten Verteilung und Verwendung der Ressourcen der Welt in den Vordergrund treten".

 Leidenschaftliche Plädoyers gegen Armut, persönliche Erinnerungen, die das innere Kind lächeln lassen: Das Thema Brot kann ganz facettenreich angegangen werden. Der Brot-Beitrag sollte maximal drei DIN-A-4-Seiten umfassen und bis zum 15. August 2010 an diese E-Mail-Adresse geschickt werden: brotgeschichten@velkd.de. Die Geschichte kann auch per Kontaktformular eingereicht werden. Die drei besten Texte werden bei der nächsten Tagung der Generalsynode am 4. November 2010 in Hannover im Rahmen des Empfangs für die ökumenischen Gäste ausgezeichnet:

1. Preis - eine Reise für zwei Personen zum Besuch des Museums für Brotkultur in Ulm
2. Preis - ein Warengutschein im Wert von 100 Euro für  eine Brotzeit
3. Preis - ein Exemplar des Bildbandes „Unser tägliches Brot – Rezepte, Gebeten und Geschichten zum Recht auf Nahrung“.

Der Jury gehören an: der Präsident der Generalsynode, Prof. Dr. Dr. h. c. Wilfried Hartmann, der Leitende Bischof, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (Foto links), Pfarrerin Jacqueline Barraud-Volk (Mitglied der Generalsynode), die stellv. Geschäftsführerin des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes, Oberkirchenrätin Inken Wöhlbrand, sowie die Referentin für Theologische Grundsatzfragen der VELKD, Oberkirchenrätin Dr. Mareile Lasogga. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Weitere Info im Internet gibt es hier!