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"Gerechtigkeit und Ermutigung zum verantwortlichen Leben"
Der Leiter der Abteilung „Ökumene und kirchliches Leben“ stellt in seinem „Wort zum Erntedankfest“ die weltweit gerechte Verteilung der Lebensmittel in den Focus, die ja auch schon Thema der jüngsten 11. Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes im Juli 2010 in Stuttgart war. „Es geht um eine gerechte Chancenverteilung, wenn Kleinbauern auf der südlichen Erdhalbkugel sich das Saatgut nicht mehr leisten können, weil es in der Hand weniger Großunternehmen ist, die sich Patente darauf haben geben lassen und so den Preis bestimmen können“, führt Martin exemplarisch an.
Allgemein gehe es bei der Bitte um das tägliche Brot um Gerechtigkeit „und dabei immer auch um jeden und jede Einzelne“. Voraussetzung sei ein respektvolles Miteinander, bei dem der Einzelne den Anderen aufmerksam in den Blick nehme und umgekehrt. Erntedank sei ein guter Zeitpunkt, sich dieser Herausforderung einmal mehr zu besinnen: Die eigenen Grenzen zu erkennen, wodurch sich der Mensch nicht entmutigt, sondern zu einer gesunden Gelassenheit aufgerufen sehen soll. Und die eigenen Möglichkeiten zu erkennen, die ihn dazu befähigen, konstruktiv zu handeln, mutig Missstände zu verändern, sich mit Einsatz für andere zu engagieren, in Liebe zu seinem Nächsten - und damit im Endeffekt zu sich selbst.
Lesen Sie hier das ganze Wort zum Erntedankfest von Oberkirchenrat Michael Martin!

