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"Gemeinsames Abendmahl nicht das Wichtigste"

(c) www.bayern-evangelisch.de

Erzbischof Marx forderte dazu auf, beim 2. Ökumenischen Kirchentag in München nicht "das Haar in der Suppe zu suchen". Die Botschaft des Kirchentages müsse sein, "dass sich die Kirchen nicht gegenseitig ein Bein stellen, sondern etwas gemeinsam machen." Die gewünschte Einheit der Kirche dürfe nicht mit Uniformität gleichgesetzt werden. "Die Gesellschaft und auch die Kirche muss Unterschiede in Zukunft als Reichtum betrachten", sagte Marx weiter.
 
Beide Bischöfe äußerten die Hoffnung, dass die Ökumene durch den 2. Ökumenischen Kirchentag im Mai "einen Schritt voran kommt". Marx betonte jedoch, dass man in theologischen Streitfragen nicht wie in der Politik "durch Kompromisse einen kleinsten gemeinsamen Nenner" finden könne. Die "Schwabener Sonntagsbegegnungen" sind eine Veranstaltungsreihe der Gemeinde Markt Schwaben im Osten von München, die sich mit gesellschaftlichen Fragen befassen.

Gemeinsame Eucharistiefeier von Katholiken und Protestanten

Der 2. Ökumenische Kirchentag wird vom 12. bis 16. Mai in München statt und trägt das Motto "Damit ihr Hoffnung habt". Zu dem Christentreffen werden weit mehr als 100.000 Dauerteilnehmer erwartet.
 
2003 gab es in Berlin erstmals einen Ökumenischen Kirchentag, bei dem außerhalb des offiziellen Programms auch zu einer gemeinsam Eucharistiefeier von Katholiken und Protestanten eingeladen worden war. Infolgedessen waren zwei katholische Priester suspendiert worden.