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Für das Leben
Die "Woche für das Leben" geht auf eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) zurück, die 1991 ins Leben berufen wurde. Die erste "Woche für das Leben" stand unter dem Motto "Schutz des ungeborenen Kindes". Seit 1994 wird die "Woche für das Leben" zusammen mit dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland durchgeführt. Kirchengemeinden, Einrichtungen und Verbände in 27 (Erz-)Bistümern und 22 evangelischen Landeskirchen nehmen an der "Woche für das Leben" teil, so natürlich auch in Bayern.
Im Jahr 2010 feiert die "Woche für das Leben" ihr 20-jähriges Bestehen und widmet sich der Frage nach einer gerechten Verteilung der Ressourcen im Gesundheitssektor - eine nicht ganz einfache Frage. Unter dem Motto "Gesunde Verhältnisse" wollen die Veranstalter trotzdem versuchen, Antworten auf sie zu finden. Mit zahlreichen Informationsveranstaltungen vom 17. bis 24. April heben sie auf unterschiedlichen Wegen den Wert der Menschenwürde hervor und untersuchen, inwieweit diese in bezug auf unser Gesundheitssystem gewährleistet ist und gelebt wird.
"Gesundheit ist mehr, als eine Ware"
Unter dem Jahresthema 2010 "Gesunde Verhältnisse" stellen sie in den Raum, dass der Anspruch eines christlichen Menschenbildes zunehmend dem enormen Kostendruck im Gesundheitswesen gegenüber stünde. Ausgehend hiervon wollten die Kirchen für die diesjährige "Woche für das Leben", die am Samstag, 17. April, mit einem Festakt im Frankfurter Dom eröffnet wird, diese Problematik in den Mittelpunkt rücken.
"Denn Gesundheit", so die Veranstalter, "ist mehr als eine Ware, die sich ökonomisch kalkulieren lässt. Die Pflege und professionelle Begleitung Demenzkranker, Sterbender oder geistig Behinderter lässt sich zwar berechnen, doch Zuwendung, Respekt und Gemeinschaft gehen in solchen Kostenrechnungen nicht auf. Es ist mehr als Geld und Medizin erforderlich."
Ökumenischer Gottesdienst mit Regionalbischof Michael Grabow
Welche Wege beschritten müssen, um Gedanken wie diese von der Theorie in die Praxis umzusetzen, eruieren Gesundheitsexperten in bundesweiten Veranstaltungen, die auch nach Bayern locken. Bereits am Freitag, 16. April, öffnet das Bezirkskrankenhaus Günzburg eine Pforten für die öffentliche Auftaktveranstaltung unter dem Titel "Depression - Herausforderung der Gesellschaft". Ab 16.30 Uhr stehen Kurzreferate, Gesprächsrunden, sowie eine Kunstausstellung, Musik und Theater von und mit Experten und Betroffenen auf dem Programm. Ein Ökumenischer Gottesdienst mit Reginalbischof Michael Grabow (Foto) und Domkapitular Josef Heigl runden diesen Tag
Im bayerischen Veranstaltungskalender der "Woche für das Leben" enthalten ist auch eine große Podiumsdiskussion am Montag, 19. April, um 19.30 Uhr im Haus St. Ulrich, Kappelberg 1, in Augsburg, mit Experten, Politikern und Kirchenvertretern, die sich diesen Fragen widmet: "Gesunde Verhältnisse für Familien? Wie sieht eine familiengrechte Gesundheitsversorgung aus". Unter den Teilnehmern sind unter anderem Hildegard Schwering, Personalratsvorsitzende Klinikum Augsburg und Ulrich Hoffmann, Vorsitzender Familienbund der Katholiken im Bistum Augsburg.

