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Frieden ist "gemeinsames Sehnen und Hoffen"

(c) www.donaufriedenswelle.de

Das Projekt „Donau-Friedenswelle“ der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) versteht sich als Beitrag zur „Dekade zur Überwindung von Gewalt“ des Ökumenischen Rates der Kirchen. Der dreiteilige Name des Projektes ist dabei sein Programm: Die Donau ist der bestimmende Strom durch Mittel- und Osteuropa. Sie verbindet Länder, in denen viele Konflikte und kriegerische Auseinandersetzungen ausgetragen wurden. Wie sich Christen im zusammenwachsenden Europa für Frieden und Versöhnung im Rahmen der nun zu Ende gehenden Dekade zur Überwindung von Gewalt eingesetzt haben und über die Dekade hinaus einsetzen wollen, steht im Mittelpunkt.

Ein gemeinsamer Gottesdienst unter dem Motto „Es ströme das Recht wie Wasser“ (Amos 5, 24), der von den Kirchen in Württemberg, Bayern, Österreich, der Slowakei, Ungarn und Rumänien entwickelt wurde, wird wie eine Welle im Zeitraum September 2010 bis Mai 2011 von Württemberg bis nach Rumänien „fließen“. Mit einem gemeinsamen Fest am 2. Juli 2011 wird das Projekt in Bayern und Württemberg abgeschlossen.

Elternkurse, Mediation, Ausbildung von Streitschlichtern

Wie die Bischöfe der beteiligten Landeskirchen – darunter natürlich auch bayerische Landesbischof Dr. Johannes Friedrich - informieren,  wird in Bayern die zentrale Veranstaltung der “Donau-Friedenswelle” in Niederaltaich am 20. November 2010 gemeinsam mit ökumenischen Partnern und an der Dekade beteiligten Organisationen gestaltet. “Schwerpunktthemen der Dekade werden in den Mittelpunkt gestellt, die Vielfalt an Aktionen und Projekten der vergangenen zehn Jahre gewürdigt sowie Anregungen und Impulse zur Weiterarbeit über das Ende der Dekade hinaus gegeben”, so die Bischöfe.

Die ELKB hat eine Reihe von Projekten und Institutionen unterstützt und finanziell bezuschusst. Gleichzeitig hat sie sich selbst mit vielfältigen Veranstaltungen und Projekten an der Dekade zur Überwindung von Gewalt beteiligt. Exemplarisch seien folgende Themen genannt: Kampagne “Gewalt in Familien wahrnehmen und überwinden”, Elternkurse zur gewaltfreien Erziehung, Mediation und konstruktive Konfliktbewältigung, Ausbildung von Streitschlichtern an Schulen, Einführung eines Unterstützungssystems Mediation für die Mitarbeitenden der ELKB (Arbeitsstelle „kokon“ – Konstruktive Konfliktbearbeitung in der ELKB), sowie Überwindung von Menschenhandel und Zwangsprostitution

"Die Gerechtigkeit - ein nie versiegender Bach"

Was immer schon gemeinsames Sehnen und Hoffen war, sei der Wunsch nach Frieden, so die Bischöfe. “Möge das Vorhaben ,Donau-Friedenswelle' zu einer solchen Neuentdeckung einer gemeinsamen Aufgabe unserer Kirchen werden.” Das Hauptelement der Friedenswelle ist dabei das Feiern des gemeinsamen Gottesdienstes, dessen Thema dem Buch des alttestamentlichen Propheten Amos entnommen ist: “Es ströme das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach“ (Amos 5, 24).” Der Gottesdienst soll wie eine Welle die Donau entlang fließen, begonnen wird im Herbst 2010 in Württemberg. 

In den Monaten September und Oktober sind die Kirchengemeinden eingeladen, diesen Gottesdienst landesweit zu feiern. Anschließend wandert die Gottesdienst-Welle im November 2010 weiter nach Bayern und von dort aus von Land zu Land, bis sie schließlich in Rumänien ankommt. Die Initiatoren hoffen, dass sich möglichst viele Kirchengemeinden an der “Donau-Friedenswelle” beteiligen, indem sie in ihrem Monat den gemeinsamen, länderübergreifenden Gottesdienst feiern. Eine Übersicht der Stationen der “Donau-Friedenswelle” im Einzelnen gibt es hier! Wenn der Gottesdienst gefeiert wurde, freuen sich die Initiatoren über eine Rückmeldung. Zu den Ansprechpartnern der Evangelischen Kirche in Bayern geht es hier! Sämtliche Informationen zum interantionalen Projekt “Donau-Friedenswelle” gibt es hier!