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Frauen stiften immer mehr
Bei mehr als der Hälfte der Stiftungsgründungen ergreifen heute Frauen die Initiative, erklärte Stiftungsreferent Wilhelm Popp von der evangelischen Landeskirchenstelle in Ansbach. Dabei zeige sich, dass Frauen oft in ihren Stiftungen aktiv seien und ihr Geld für soziale Zwecke einsetzen wollten. Dagegen wollten Männer mit einer Stiftung ihren Namen erhalten. Sie investierten häufiger in Bildung.
Am 19. November findet in Nürnberg im Caritas-Pirckheimer-Haus (CPH), Königstraße 64, in der Zeit von 13 bis 18 Uhr ein "Ökumenischer Stiftungstag" statt. Unter dem Motto "Stiften Frauen anders?" diskutieren Verantwortliche aus dem Stifungswesen der katholischen und evangelischen Kirche zusammen mit Stifterinnen und Stifern über Motivation, Umsetzung und Zielsetzung von Stiftungsgründungen.
"Unser Geld soll Kinder glücklich machen"
Damit bewegen sich die Veranstalter am Puls der Zeit. So hat etwa die Bayreutherin Elfriede Barthel gemeinsam mit ihrem Mann Hans vor kurzem die "Felix-Stiftung" gegründet. Sie will damit die Förderschule in Altdorf bei Nürnberg unterstützten, die ihr mittlerweile 13-jähriger Enkel Felix besucht. "Unser Geld soll Kinder glücklich machen", erklärte Barthel ihre Motivation.
Eine andere exemplarische Repräsentantin, die sich aktiv im Stiftungswesen engagiert, ist Agnes Chrambach, Mitgründerin der "Miteinander-Stiftung Nürnberg". Chrambach ist nach sieben Jahren von der Bilanz ihrer Stiftungsarbeit ein wenig überrascht. Etwa 30 000 Euro seien in Projekte geflossen, die Integration und das Verständnis zwischen den Kulturen und Religionen förderten, stellte sie fest. Sie wolle mit dem Geld aus einer Erbschaft dafür sorgen, "dass niemand wegen seiner Herkunft oder Religion aus der Gesellschaft ausgeschlossen wird."
Jährlich rund 160 neue Stiftungen anerkannt
Im vergangenen Jahr gab es in Bayern 3288 anerkannte bürgerliche Stiftungen. Laut Statistik werden jährlich etwa 160 neue Stiftungen anerkannt. Die zuständige evangelische Stelle verzeichnete im Jahr 2004 etwa 100 Stiftungen. Fünf Jahre später habe sich diese Zahl verdoppelt, berichtete Popp. Die evangelischen Stiftungen in Bayern verfügen nach eigenen Angaben über ein Geldvermögen von rund 38 Millionen Euro und etwa den gleichen Wert an Immobilien.
Vor diesem Hintergrund nimmt sich der "2. Ökumenische Stiftungstag" in Nürnberg äußerst passend aus. Das Programm am 19. November beinhaltet neben Präsentationen, Vortrag, Gesprächsmöglichkeiten, Informationsblöcken und einem Podiumsgespräch auch die Möglichkeit für Teilnehmer des Stiftungstages, am Abend (18 Uhr) als „Zugabe“ ein Konzert des „Berganza-Quartetts“ (vier Musiker der Bamberger Symphoniker) in der Kirche St. Martha in Nürnberg genießen zu können. Die Karten dafür können von den Teilnehmern des 2. Ökumenischen Stiftungstages bei unten stehender Adresse bestellt werden.
Die Teilnahme am „2. Ökumenischen Stiftungstag“ inklusive Konzert ist kostenfrei, Anmeldung ist erforderlich beim: i-Punkt - Evangelischer Informationsladen, Burgstr. 1-3, 90403 Nürnberg, Tel. 0911/ 214 2140, Fax 0911/ 214 2154, E-Mail: stiftungstag@eckstein-evangelisch.de.
Weitere Informationen gibt es auch hier!
Quelle: epd

