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Familiengottesdienst adelt das Oktoberfest

Dabei bildete der Familiengottesdienst den Höhepunkt des Jubiläumsjahres der bayerischen Protestanten - ein strahlender Höhepunkt, der sein Publikum begeisterte: Dicht an dicht saßen die Menschen auf den langen Holzbänken, hauptsächlich Eltern mit ihren Kindern, schließlich handelte es sich beim ersten evangelischen "Wies'n"-Gottesdienst um eine Feierlichkeit, zu der kleine Gläubige nochmal gesondert eingeladen waren. Landesbischof Johannes Friedrich und die Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler hatten die liebevolle Gestaltung des Gottesdienstes übernommen und ließen die Gläubigen in Gedanken auch in die Vergangeneheit reisen.

Vor den Gottesdienstbesuchern auf den Bierbänken erinnerte Landesbischof Johannes Friedrich daran, dass vor 200 Jahren die Evangelischen in Bayern offiziell von König und Staat anerkannt worden seien. In einem Edikt hatte der damalige König Max I. Joseph verfügt, dass Menschen aller Religionen und Konfessionen gleich behandelt werden müssen.

Eine Bilderstraße zum Familiengottesdienst auf dem Oktoberfest finden Sie hier.

König Ludwig und Prinzessin Therese

Das Oktoberfest selbst geht, wie der Bischof betonte, auf ein Pferderennen zurück, das 1810 anlässlich der Hochzeit von König Ludwig I. mit der evangelischen Prinzessin Therese von Sachsens-Hildenburghausen (1792-1854), der Namensgeberin der "Theresienwiese" veranstaltet wurde.

In einer Dialogpredigt zum "Tag des Kindes" wendeten sich Friedrich und die Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler vor allem an die vielen Kinder im Festzelt. Kinder und Jugendliche gestalteten den Gottesdienst musikalisch und sprachen Fürbitten. Der Löwenbräu-Zeltwirt Wiggerl Hagn sprach zum Abschluss des Gottesdienstes eine Fürbitte für ein sicheres und friedliches Oktoberfest.