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Der christliche Glaube kann ein ganz handfester Glaube sein.
Kirche, das ist nicht nur das Gebäude mit dem Kreuz drauf. Oder die Predigt am Sonntag. Auch das Helfen hat immer schon zur Kirche dazu gehört, von Anfang an. Die Diakonie ist ein wichtiger Teil der evangelischen Kirche.
Jesus von Nazareth hat selbst vielen Menschen geholfen. Er hat sich eingesetzt für diejenigen, die im Leben kein Glück hatten: Bettler und Kranke, Ausgestoßene und Benachteiligte. Ihnen hat er seine Aufmerksamkeit geschenkt. Weil er fand, dass sie es am nötigsten hatten.
Für die damalige Zeit war das sehr ungewöhnlich. Mit Außenseitern zu sprechen, zu essen oder sie auch noch zu unterstützen - das war nicht üblich! Doch genau das machte Jesus, und er nannte es Nächstenliebe.
Den Menschen, die an ihn glauben, hat er damit etwas Wichtiges gezeigt: Es sind nicht (nur) die Starken und Gesunden, um die man sich kümmern muss. Vor allem die Schwächeren, die sich selbst nicht helfen können, brauchen Unterstützung. Denn sie sind genauso wertvoll und genauso wichtig wie alle anderen. Kein Mensch sollte im Leben Nachteile haben, nur weil er krank ist oder wenig Geld hat.
Glaube und Nächstenliebe gehören zusammen. Die bayerische Diakonie versucht heute, diesen christlichen Gedanken weiter zu leben. Altenpflege, Behindertenhilfe, Kindertagesstätten, Krankenhäuser, Sozialstationen, Schulen - mit über 1.300 diakonischen Einrichtungen hilft sie Menschen in Not und ungerechten Verhältnissen.
Evangelisch eben.
