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"Es braucht Offenheit, Mut, Stärke und Toleranz"
In seinem Wort zum "Tag der Deutschen Einheit" nahm Oberkirchenrat Michael Grabow die durch Thilo Sarrazin "neu entbrannte Debatte über Migration und Integration" als Aufhänger für neue Impulse, die ein weiteres Zusammenwachsen bewirken müssen. "Die Rede war davon, dass Deutschland sich selbst abschaffe", so Grabow. "Es wurde behauptet, dass Bildung und Herkunft oder Religion über ,Deutschsein' entscheiden – sogar von unterschiedlichen Genen wurde gesprochen. Was hier über einen Teil der Menschen gesagt wird, die miteinander in Deutschland leben, ist falsch. Es grenzt aus und verletzt."
Bei der notwendigen Debatte über Integration sei unreflektierte Schwarz-Weiß-Malerei höchst unpassend; ebenso unangebracht sei das "Spiel mit den Emotionen der Menschen. Das", unterstrich der Regionalbischof, "verhindert Integration, anstatt sie zu fördern." Es brauche Sachlichkeit, bekräftigte Grabow, "es braucht Offenheit, Mut, Stärke und Toleranz."
"Stärker als all das Trennende"
Für den Ausbau dieser menschlichen Werte könne "etwas unter uns, das tiefer und stärker ist als die Mauern, stärker als all das Trennende" äußerst hilfreich sein: "der Glaube an den liebenden, lebensfördernden, Grenzen überwindenden und vergebenden Gott".

